Beiträge von MrSniperPhil

    Wie gesagt, dafür kenne ich doch einige Negativbeispiele in der Umgebung. Dabei kam es noch nie zu einem Toten, das halte ich aber teilweise ehr für Glück...

    Nun, ich bin ja doch recht häufig auf dem Schießstand unterwegs und muss bisher sagen dass der Schießsport bisher mein ungefährlichstes Hobby und das mit den wenigsten Verletzungen ist, Hallenhalma spielt vielleicht noch in der selben Liga :D Die schlimmste Verletzung bisher ließ sich mit einem Pflaster lösen, jemand hatte sich die Haut mit dem Verschluss eingeklemmt. (Ich hoffe mal dass das auch so bleibt *klopfaufholz*)


    Bzgl der Studie, die würde mich tatsächlich mal interessieren die zu lesen. Das Problem an diesen Studien ist (mMn), dass du zwar die Ausgangssituationen vergleichen kannst und auch die Reaktionen vergleichen kann, dabei aber die sozialen Strukturen und Hintergründe völlig außer Acht lässt, die kann man eben sehr schlecht gleichmachen.

    Wenn jemand sein Leben lang alle Konfrontationen mit Gewalt beantwortet, ist es sehr wahrscheinlich dass er es in einem solchen Fall in der Studie ebenfalls tut. Ist die Person Gewalt nicht gewohnt, wird er sich auch eher überlegen zur Waffe zu greifen. Dann kommt noch Alkohol dazu und dann reagiert jeder nochmal anders auf Situationen...

    Insofern, würde mich als Lektüre mal interessieren, aber den tatsächlichen "Wert" der Studie kann man (mMn) halt bei solchen Studien immer bezweifeln und das in beide Richtungen.

    gibt es noch andere Punkte die eine großen Einfluss haben auf die Mordrate.

    Das ist (denke ich) die wirkliche Frage hinter der ganzen Waffendiskussion. Angenommen (und ich bitte darum diesen Vergleich bzw die Annahme nicht als Rassismus auszulegen) ein Kind wächst irgendwo im amerikanischen Ghetto auf, viel Umgang mit Waffen bereits im jungen Alter, viel verantwortungsloser Umgang, in Kombination mit Gangkriegen und/oder Drogen, das ist so ein "sozialer Hintergrund", der einen vermutlich eher schlechten Umgang mit Waffen und Gewalt im allgemeinen erwarten lässt.


    Ich denke dass in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Norwegen, Schweden, etc, also den ganzen "Positivbeispielen" dieser soziale Hintergrund im allgemeinen sehr positiv, behütet und zu großen Teilen gewaltfrei ist, was insgesamt zu einer niedrigeren Mordrate bzw zu weniger Gewalttaten insgesamt führt. Für Serbien ist es schwer ordentliche Zahlen zu Gewalttaten zu finden, aber ich vermute/behaupte mal dass diese in Taten/100.000 Einwohner deutlich über der Deutschen Zahl liegt.

    Bei meinen (sehr limitierten) Bekanntschaften mit osteuropäischen Kulturen war hier häufig ein Recht des Stärkeren und Gewalt als Männlichkeitsbeweis zu sehen, wenn das als Beispiel für den "sozialen Hintergrund" dieser Staaten zu sehen ist (was ich nicht beweisen kann), würde das meine Theorie bestärken.

    Diesen "sozialen Hintergrund" zu quantifizieren ist vermutlich seeeehr schwer, das überlass ich mal den Sozialwissenschaftlern...


    Zitat

    Allerdings scheint es mir so, als ob in den meisten Ländern dort der Staat bzw. die Polizei oftmals keine Kontrolle in einigen Gebieten hat.

    Das ist vermutlich auch so, da hast du recht. Das Problem war aber auch durch die Verschärfung der Waffengesetze nicht eindämmbar (siehe "der Kriminelle schert sich nicht um Gesetze, er ist ein Krimineller...").


    Zitat

    Wie lief die Vereinsmeisterschaft?

    Gemischt :D Mit dem Ordonnanzgewehr bin ich zufrieden (85/100 Ringe), mit der Sportpistole KK auch (das müsste ne 89/100 geworden sein), die Pistole 9mm war nix (hats mir rechts runter verzogen, hab ich nicht nachgerechnet...). Freies Gewehr und Halbautomat fehlen noch, die kommen beim nächsten Termin ^^

    In 2017, sagt die Statistik, gab es in der BRD etwas unter 80 Morde mit Schusswaffen.

    Wie viele davon mit legal besessenen und wie viele mit illegalen Waffen?

    Ach ja, das unterscheidet die Statistik ja "leider" nicht...


    Übrigens weiß die Psychologie, wer bewaffnet ist (egal ob Schlagring, Messer Basi oder Knarre) wechselt bei Meinungsverschiedenheiten wesentlich schneller von der Diskussion zur Konfrontationm. Will meinen, wer bewaffnet ist, verwendet diese Waffe auch wesentlich schneller und reagiert agressiver.

    Ist das wieder so "Allgemeinwissen" oder gibts da tatsächlich belastbare Studien zu?


    Zitat


    Mein Standpunkt ist, kein Mensch benötigt Schusswaffen Zuhause.

    Meiner auch, und ich bin froh dass wir in einem Land leben, in dem das so ist und man die Waffen nicht "benötigt".

    Auf der anderen Seite finde ich, dass eine freie Gesellschaft allen Leuten ihre Freiheiten lassen sollten, so lang diese nicht Freiheiten eines anderen beschränken, das bedeutet, als gesetzestreuer und überprüfter Sportschütze sollte ich kaufen und nutzen dürfen was ich will.

    Das ist nämlich das Problem (mMn) an vielen Teilen des deutschen WaffG, es reguliert die gesetzestreuen Bürger immer weiter, um die Handlungen der Kriminellen zu "unterbinden". Dass die Kriminellen sich jetzt schon nicht ans geltende Recht halten wird hier völlig außer Acht gelassen...


    Zitat


    Alles was darüber heinaus geht gehört für mich in gut gehütete Waffenschränke, am besten direkt bei der Schießbahn.

    Es gehört doch bereits alles in gut gehütete Waffenschränke, obwohl aus den alten A und B Schränken nichts gestohlen wurde, "durften" wir jetzt im Namen der Sicherheit die großen 0er und 1er Schränke kaufen... Und die Lagerung in den Schützenhäusern hat einige Probleme:

    a) sind die meist (aus Lärmgründen) außerhalb bewohnten Gebiets, also werden Einbrüche nicht bemerkt

    b) ist die aktuell gesetzlich vorgeschriebene Lagerung von Schusswaffen in unbewohnten Gebäuden so gestaltet, dass du nur ein paar Langwaffen lagern darfst, keine Kurzwaffen, dafür brauchst du dann entsprechende Sicherungssysteme etc, die sich aber kein Verein leisten kann

    c) schießen Sportschützen oft in mehreren Vereinen oder fahren auf Wettkämpfe, damit muss dauernd wer den Waffenraum aufsperren...


    Anders gesagt, "Es braucht doch keiner ein Auto was mehr als 100 PS hat, und wenn er doch eins will, dann sollte er das am besten bei der Polizeiwache abstellen und der Polizei den Schlüssel aushändigen, damit gehen wir sicher dass es keine Verkehrstoten mehr gibt!"


    Zitat


    Aber mal Hand aufs Herz, wer benötigt wirklich eine Waffe, und noch viel ehrlicher, wer benötigt mehr als eine Waffe Zuhause!

    Mal Hand aufs Herz, wem schadet es wenn ich meine ungeladenen Waffen in einem zentnerschweren Tresor, getrennt von der Munition, bei mir daheim aufbewahre?


    Zitat


    Ansonsten wüsste ich von keinen Ländern in denen eine hohe Schusswaffendichte mit wenigen Morden und Suiziden durch diese einher geht.

    Schweiz, Österreich, Tschechien, Frankreich, Italien, Serbien, Island, Neuseeland, Finnland, Letland, ...


    Schau dir mal die Tabelle an und sortiere nach "Guns per 100 Inhabitants" absteigend und schau dir dann die Spalte mit den Morden ("Homicide") an:

    https://en.wikipedia.org/wiki/…irearm-related_death_rate


    Schau dir mal die Länder mit den höchsten Mordraten weltweit an:

    Highest murder rates graph.png

    (Quelle Wikipedia)


    In El Salvador sind die Waffengesetze strenger als in Deutschland, in Honduras sind die Waffengesetze strenger als in Deutschland, in Venezuela ist privater Waffenbesitz quasi komplett Verboten, ein strengeres Waffengesetz bedeutet also nicht automatisch weniger Morde...



    So, jetzt geh ich erstmal die Vereinsmeisterschaft schießen ^^Camper

    Gut, mich hats jetzt gejuckt das rauszufinden :D

    Also, offizielle Doktrin war dass der Säbel die Hauptwaffe war, deswegen wurde der (für einen Rechtshänder optimal) links getragen.

    Der Revolver war eigentlich nur als "Notfallwaffe" gedacht, falls der Säbel fallen gelassen wurde, deswegen wurde er rechts getragen um "in Bedrängnis" schnell mit der linken Hand gezogen zu werden. Da war dann schießen mit links auch in Ordnung (auch wenn natürlich nicht optimal).


    In der Realität wurde natürlich zuerst der Revolver genutzt und erst wenn der leer war (oder verloren ging) wurde der Säbel gezogen.

    Zum ziehen des Revolvers wurde in der Regel die rechte Hand umgedreht und mit der Handoberseite in Richtung Körper der Revolver gezogen, in Heutiger Zeit natürlich ein undenkbarer Ziehvorgang, man sweept seinen kompletten Körper mit der Waffe...

    Der Vorteil ist dass man die Waffe so sehr bequem im Sitzen tragen kann und trotzdem gut drankommt.

    Da die Cavalry damals ja noch auf Pferden unterwegs war, war das schnelle Ziehen aus der sitzenden Position dann ein großer Vorteil, das geht mit einem "normal" ausgerichteten Holster schlecht.


    Das ganze nennt sich dann "Cavalry Draw" und schaut so aus:

    https://youtu.be/16dWIuH-4qw?t=12


    Ich hab kein solches "falschrumes" Holster, kann es also nicht wirklich ausprobieren, kann aber sagen dass bereits das ziehen einer (im Vergleich zu nem 7,5" SAA) relativ kurzen (5") Pistole aus einem "normalen" Holster im Sitzen sehr unangenehm ist, da das Holster naturgemäß "entlang des Beins" liegt, der Lauf also nach schräg vorne zeigt.

    Dann muss man mit der rechten Hand stark nach hinten oben ziehen, das ist nicht wirklich angenehm. Eine Pistole in so einem "Falschrumen" Holster mit links zu ziehen ist sehr bequem (ohne Holster getestet, nur Pistole in den Gürtel gesteckt), mit Rechts gehts auch besser als mit "normalem" Holster.

    Soweit meine Erfahrungen...


    Edit 2:
    Was dann noch dazukommt war der Fakt dass die Kavallerie damals ihre Gürtel auch eher über dem Bauchnabel getragen haben, was einen "normalen" Ziehvorgang noch schwerer macht.

    Also legitim, wie ich bereits geschrieben hab...


    Nö, Legitim heißt für mich "nicht strafbar", für dich anscheinend nur "nicht bestraft".


    Seit "immer"


    Seit der Änderung, in der Einhandmesser im 42a erfasst wurden, also 2008.


    Mein Gerber MP600 hat keinen Daumenpin und/oder -loch, hat keinen Flipper o.ä. und ist nicht wirklich mit einer Hand öffenbar (du musst die Zange rausschieben, aufklappen, das Teil in der Hand drehen und dann die tiefliegende Klinge rauspfriemeln), das geht zwar bei guter Schmierung und etwas Übung schon, aber wer da n Einhandmesser draus macht hat einen an der Klatsche, sorry. Da öffne ich jedes Zweihandmesser schneller... Bei meinem Skeletool ist das anders, deswegen führe ich das nicht.


    Inwieweit können die das bitte "sauber begründen"?
    Einhandmesser wurden damals unter das Führverbot gestellt weil (offizielle Begründung von damals):


    Es ging darum "schnell zieh- und öffenbare" Messer von den Straßen zu verbannen, die nach dem Verbot von Butterflies, Springmessern, ... diesen Platz übernommen hatten. Da fällt die Verrenkungsorgie mit dem Gerber nicht darunter, und selbst wenn:


    Mein Gerber hat (nach den Merkblättern zum Thema Hieb- und Stoßwaffen) keine der für Einhandmesser nötigen konstruktiven Merkmalen:

    (Quelle)


    Außerdem führe ich das Gerber sehr selten, meist habe ich das PohlForce Bravo One dabei, zu dem es vom BKA einen Brief gibt in dem Sie genau das Gegenteil zu dem bisher geschilderten Fall mit den Multitools bescheinigen, nämlich dass das Teil keinen Festellungsbescheid braucht da die konstruktiven Merkmale fehlen und die Klinge dem eines Gebrauchsmessers entspricht, somit ist es "zweifelsfrei" kein Einhandmesser (http://www.pohlforce.de/upload…ungsbescheid_bravoone.jpg ).
    Ich hab das Gerber am Schießrucksack (ja, ich hab ne WBK), und selbst wenn (und das ist mMn ein großes Wenn...) da jemand was will fällt das mMn unter berechtigtes Interesse (Sport), also ist mMn die WBK safe.


    Der Rest geht mir zu sehr in die Politik, da halt ich mich mal zurück.

    Bisher war es legitim ein Multitool im Etui am Gürtel zu tragen....


    Eben nicht. Bisher hat es nur keinen Interessiert...


    Siehe eben jenes Zitat des BKA

    Zitat

    Sogenannte Multifunktionswerkzeuge, bei denen eine Messerklinge vorhanden ist, die sich einhändig öffnen und arretieren lässt, fallen als sogenannte Einhandmesser unter das Führverbot gem. § 42a Absatz 1 Nummer 3 WaffG.


    Diese Rechtsauffassung vertritt das Bundeskriminalamt bereits seit Jahren.


    Einhandmesser fallen schon seit "immer" und egal in welcher Konfiguration unter das Führverbot, es hat nur keiner bisher beim BKA nachgefragt ob die Multitools mit Einhand-Klinge auch als Einhandmesser sehen. Das ist jetzt geschehen und solange nicht jemand dagegen klagt (oder für einzelne Modelle, wie das Gerber MP600, das mEn nicht unter die Einhandmesserdefinition fällt, einen Feststellungsbescheid beantragt) ist das jetzt erstmal so.

    Eigentlich nein, nach WaffG.


    So, Küchenmesser sind keine Schusswaffen, also greift 1. nicht...
    Küchenmesser sind "Ihrem Wesen nach" nicht dazu bestimmt "Angriffs und Abwehrfähigkeit [etc...]" zu beseitigen sondern dazu bestimmt "Zutaten in der Küche zu schneiden (u.ä.)", 2(a) greift also nicht.
    Küchenmesser oder tragbare Gegenstände zum Zubereiten von Gerichten, etc. werden auch nicht im WaffG genannt, also greift 2(b) auch nicht...


    (siehe dazu auch die Liste in Anlage 1:

    Evtl. ne Regenjacke o.ä. im Auto haben, letztes Jahr hat es zum Ende hin (wo die Tombolagewinne ausgelost wurden) angefangen zu schütten, Wasser ist ne gute Idee, ansonsten viel Spaß!


    Ich komm dieses Jahr nicht, war ja letztes Jahr nur da weil ich zufällig eh in der Region war. Viel Spaß euch allen!