Review: Asahi M60E1 SDX (SuperDeluxe) + ein bisschen Airsoft History :)

  • Disclaimer: Das Review ist inzwischen 7 Jahre alt, wurde von mir damals für 6mm geschrieben, da es hier aber sicher einige hier noch nicht kennen und es meiner Meinung nach auch sehr gut in ein Gasgun-Forum passt, poste ich es hier nochmal. So einige Infos sind nicht mehr auf dem neuesten Stand, ich habe es an einigen Stellen aktualisiert, lasse ein paar Sachen weg, füge aber mal etwas größere Bilder ein :)
    In nächster Zeit wird es ein Review zu einer bald ankommenden Classic geben, in dem ich noch tiefer in die Classic-Airsoft Geschichte, vor allem im Bezug auf die damals erhältlichen Modelle eingehen werde.


    Legalitätsdisclaimer: Diese Airsoft liegt nach wie vor nicht in Deutschland



    Classic Airsoft:


    Bereits seit Mitte der 60er gab es in Japan Modelguns, also Repliken echter Schusswaffen, die zum damaligen Zeitpunkt aber nicht wie die heutigen Modelguns mittels kleiner Zündkäppchen und Messinghülsen den Mechanismus einer echten Waffe simulierten, sondern bis auf bewegliche Teile funktionslos waren.
    Was diese Dinger, außer vielleicht als Theater-Requisiten für einen tieferen Sinn im damaligen Japan hatten, kann ich nur schwer sagen, da dort zu dieser Zeit noch scharfe Waffen für Zivilisten erlaubt waren.
    Als durch eine Erneuerung des japanischen Waffengesetzes Mitte der 70er Jahre die Japaner plötzlich keine scharfen Waffen mehr besitzen durften, entwickelten sich die Modelguns nach und nach hin zum Plugfirecap-Mechanismus und es dachten sich einige findige Firmen (Masudaya und Matsushiro, um mal zwei zu nennen), sie könnten doch den Verlust der scharfen Waffen mit authentischen Repliken, die 6mm große Plastikkügelchen verschießen, kompensieren. Airsoft war geboren, hatte aber noch einen langen Weg vor sich.


    Die ersten Airsoftguns waren wirklich nicht mehr als Spielzeug, aus Plastik, fast ausnahmslos federbetrieben, manche von ihnen aber schon mit einem Hülsen-System, das die Handhabung einer echten Schusswaffe simulieren sollte. Zunächst boomten die Modelguns, die durch hohen Metallteileanteil und extrem realitätsnahe Systeme die Waffen-Fans begeistern konnten.
    In den frühen 80ern steigerte sich die Qualität immer weiter - MGC, Maruzen und die Falcon Toy Corporation (FTC) haben hier unter anderem Pionierarbeit geleistet – und es kamen die ersten Gas-Airsofts auf den Markt. Diese leistungsfähigen Guns konnten den Modelguns letztendlich den Rang ablaufen, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Bauqualität stark verbessert wurde. Seit sich Airsoft in Japan derart durchgesetzt hat, gibt es nur noch eine kleine Nische für die Modelguns, die heutzutage größtenteils ähnlich vieler Cassic Airsoftguns echte Sammlerstücke sind.


    Die Blütezeit der Classics war etwa 1985 bis 1994. Natürlich verschwanden danach nicht einfach alle Classic Firmen (manche allerdings schon...), aber in dieser Zeit kamen die markantesten Modelle auf den Markt.
    Interessanterweise hat Marui schon 1986 angefangen, Airsoftguns zu bauen, allerdings noch mit eher mäßigem Erfolg. 1991 kam schließlich die erste AEG von Marui heraus, eine FA-MAS und Marui konzentrierte sich von da an jahrelang auf den Ausbau ihrer AEG Palette.
    Einige wenige andere Firmen erkannten in dieser Zeit durchaus das Potential elektrisch betriebener AS Guns, JAC führte eine elektrische AUG, Toytec eine P90 und FTC versuchte sich an MP5 Varianten mit Hybrid-System (Gas + Elektro), ebenso Western Arms, die eine extrem seltene Hybrid-Auto9 (Beretta M93R Variante aus „Robocop“) im Angebot hatten. Noch abgedrehter und genauso selten war ihre Jatimatic, die ebenfalls sowohl Gas, als auch einen Elektromotor verwendete. Auch Yonezawa verbaute beides in ihrer leider sehr spielzeug-mäßigen Walther MPL, KHC übernahm dieses Modell.
    Wirklich durchsetzen konnte sich aber keine davon, das System von Marui war einfach zu gut und trotz der Pionierarbeit zu ausgereift (das scheint sich bei Marui bis heute fortzusetzen :))


    Bis zu diesem Zeitpunkt und auch noch einige Jahre darüber hinaus, verwendeten die meisten AS Langwaffen eine externe Versorgung mit CO2 oder HPA (High Pressure Air). Somit war es unerlässlich, immer einen Tank mitzuführen, der an der Weste, dem Gürtel oder im Rucksack untergebracht werden konnte/musste. Dem realistischen Äußeren der Airsoftguns tat somit auch der meist geringelte Schlauch Abbruch, der dann vom Tank zur Airsoft führen musste. Bei Pistolen könnte man den noch als Lanyard interpretieren, aber wer trägt schon eine M60 mit Lanyard durch die Gegend? ;) Dazu kam, dass CO2 temperaturempfindlich ist und bei hohen Feuerraten ein cooldown Effekt auftrat.
    Mit dem Aufkommen der AEGs war auf einmal eine einfache und kostengünstige Energieversorgungs-Möglichkeit auf dem Markt, die man auch noch ohne weiteres im Inneren der Replik verstauen konnte.
    Dies war wahrscheinlich zumindest einer der Gründe, die schlussendlich zum Verschwinden der extern versorgten Airsoft Guns führten. Eine massive Wirtschaftskrise in Japan Mitte der 90er besiegelte dann das Schicksal der Classic Guns endgültig und die meisten Classicgun Hersteller machten bankrott.


    Asahi:


    Asahi Firearms war ein japanischer Airsoft-Hersteller (nicht zu verwechseln mit der Asahi Bierbrauerei, oder dem Foto Hersteller :)), der diverse Repliken von Mitte der 80er bis Mitte der 90er auf den Markt brachte. Sämtliche Asahi Guns sind somit heutzutage „Classic Guns“ und verwenden auch allesamt die für Classics typischen externen Tanks als Kraft-Quelle zur BB-Beschleunigung.
    Unter Kennern der Classic Szene gelten Asahis als das Nonplusultra. Neben Classic-Herstellern wie JAC, FTC, Kokusai, ToyTec, MGC (deren Chef damals der im Airsoftbereich geradezu legendäre Tanio Kobayashi war), frühen Maruzen und Marushin, sowie einigen anderen, waren Asahi Airsofts qualitativ noch einen Tick hochwertiger und Asahi traute sich schon sehr früh an außergewöhnliche und / oder große Airsoftwaffen.
    Das Asahi M60E1 kam in der Standardversion in Zusammenarbeit mit JAC bereits 1986 (!) auf den Markt und muss zu dieser Zeit wirklich alles Dagewesene in den Schatten gestellt haben. Die Deluxe- und SuperDeluxe-Varianten kamen einige Jahre später.
    Das von sämtlichen Asahi Guns verwendete Bullet Valve (BV) System war extrem simpel und effektiv und muss sich auch vor heutigen Gas- und Elektro-Systemen nicht verstecken (im Gegenteil, mehr dazu später).
    Anders als viele annehmen, sind nur die allerwenigsten Classicguns GBBs. Das BV System hat zwar einen Lauf, der sich vor und zurück bewegt und man spürt den Mechanismus, wenn man schießt, das aber als Blowback zu bezeichnen, wäre übertrieben.


    Die Palette der Asahi Guns war für damalige Verhältnisse schon recht ansehnlich und bestand unter anderem aus den ganz dicken Brocken: M60E1, M60E3 long und short, M249, MG34, sowie die erste und inzwischen berühmt-berüchtigte M134 Vulcan (von Asahi mit „M134 Valcan“ betitelt). Dazu gesellt sich eine der seltenen Sterling Airsofts, eine MP40, sowie die raren Scharfschützengewehre L96, WA2000 und M40 (die von Scaar in seiner Collection schon ganz richtig als „Holy Grail“ bezeichnet wird, exklusiver und seltener geht’s fast nimmer).
    Zusätzlich gab es einige Armalite und FNC Modelle und ein nicht gerader geringer Prozentsatz von Classic Guns (speziell von JAC, die auch einige Kooperationen mit Asahi gemacht haben) wurde nachträglich mit Asahi Internals ausgestattet.


    Das BV System, das in vielen Classics verbaut wurde, bot durch technische Eigenarten die Möglichkeit einer in der Airsoftszene einzigartigen Tuning-Maßnahme: Der Long-Range-Barrel (LRB), der von Drittanbietern (Sheriff, AS4L) auf den Markt gebracht wurde.
    Der LRB nutzte unter anderem eine minimal abschüssige Laufbohrung, deren Öffnung zudem leicht versetzt zum BB-Lager sitzt, als eine Art Hopup, das aber über die gesamte Lauflänge funktioniert. Physikalisch gibt es da noch einige weitere Features, bin aber schließlich kein Physiker :)
    Mehr dazu später.
    Jedenfalls hat vor allem diese Tuning-Möglichkeit innerhalb einer kleinen Szene die Classicguns bis heute als sehr spielfähige ASGuns am Leben erhalten.



    Asahi M60 Reihe:


    Die Asahi M60 Reihe erfreut sich in der Classic Szene großer Beliebtheit.
    Asahi brachte von jeder M60 (E1, E3 long, E3 short) drei verschiedene Varianten auf den Markt: STD (Standard), DX (Deluxe) und SDX (Super Deluxe), zudem gab es auch einige technische Unterschiede zwischen E1 und E3.
    Wie nicht anders zu erwarten, hatten die STD Modelle den größten Plastikanteil und speziell die E1 STD war alles andere als ausgereift oder empfehlenswert. Die DX Modelle waren dagegen allesamt sehr hochwertig, die SDX waren dann im Grunde „nur“ noch das Tüpfelchen auf dem i, hatten NOCH ein bisschen mehr Metall auf den Hüften und waren pro Modell auf 500 Stück limitiert. Außer dem Feed Tray Cover und dem Gasblock waren die SDX fullmetal (was an der echten Metall ist, ist auch an der Airsoft Metall). Dementsprechend bringen Asahi M60 SDX Modelle ein relativ realitätsnahes Gewicht auf die Waage.


    Asahi verpasste seinen M60 bereits in den 80ern das, was einige von den TOP M60 AEGs kennen könnten: Ein BB Reservoir, in das man einfach die Munition schüttet, je nach Modell 500 - 1000. Anders als bei den TOP Guns, werden die BBs aber nicht direkt von da „weggesaugt“ und abgefeuert, sondern müssen erst in die „Abschusskammer“ geladen werden. Durch betätigen des Durchladehebels werden 30 BBs in ein S-förmiges Rohr unterhalb der BB-Abschusskammer geladen. Bei allen M60 außer der E1 STD kann man diesen Vorgang 2 mal durchführen und hat somit 60 BBs zur Verfügung. Sind diese verschossen, muss man das Ganze wiederholen.
    Erfahrungsberichten einiger Spieler zufolge sind die 60 BBs auf lange Entfernung vollkommen ausreichend, da man sowieso immer nur Feuerstöße abgibt und ja auch zwischendrin nachladen kann. Wird es im Spiel aber brenzlig, sind die 60 BBs viel zu schnell verpfeffert und man wünscht sich eine größere Menge in der Abschusskammer.
    Der Vorteil besteht natürlich im resultierenden Realismus, man könnte das Nachladen nach 60 BBs auch als Einlegen eines neuen Gurtes interpretieren und das Durchladen ist sowieso ein riesen Spass :P
    Das gesamte Prinzip, ob man es nun als positiv oder negativ sehen möchte, ist in der Airsoftwelt einzigartig und wurde von Asahi nur in ihren M60 verbaut, Customizer Sheriff hat die Asahi Unit außerdem in der Highlander Magnum benutzt.



    Kurze Annekdote: M60 Realsteel


    Schon während des 2. Weltkriegs untersuchten amerikanische Waffeningenieure deutsche Beute-MGs. Zu dieser Zeit gab es in der amerikanischen Armee nichts vergleichbares, genaugenommen war das deutsche MG34 sogar weltweit das erste echte Universalmaschinengewehr. Das weiterentwickelte MG42 (wie auch seine Nachfolger) zählten zu ihrer Zeit zum Besten, was man in dieser Waffengattung bekommen konnte.
    Die amerikanischen Waffenbauer versuchten dann, das beste vom FG42 (Fallschirmjägergewehr), das sowohl als Sturmgewehr als auch leichtes Maschinengewehr fungieren sollte, und den MG34 / 42 zu kombinieren und es entstand schrittweise das M60.


    Es wurde natürlich sofort im Vietnamkrieg eingesetzt und leistete auch noch in den folgenden Dekaden in diversen Abarten und Weiterentwicklungen seine Dienste. Ein gutes MG war es zumindest zu Vietnamkriegzeiten trotzdem nicht. Zufuhrstörungen und Ladehemmungen häuften sich, die Visierung war zu filigran und der Laufwechsel war nur mit speziellen Hitzeschutz-Handschuhen möglich, zudem erschwerte er sich noch durch die Tatsache, dass der Gasblock und das Bipod am Lauf befestigt waren und mitgewechselt werden mussten.
    Die Folge war, dass die US Army 1982 das M60 weitgehend durch die von der belgischen Firma Fabrique Nationale d’Armes de Guerre (FN) gebauten Maschinengewehre M249 (5,56mm) und M240 (7,62mm) (jeweils US Bezeichnung) ersetzten.
    (Quelle: Zusammengefasst aus Visier Special 45 – Maschinengewehre)


    Dennoch sehen viele das M60 als amerikanische Ikone und wenn ein MG von John Rambo und Hannibal Smith verwendet wird, kann’s doch wohl eigentlich nur cool sein ;)

    “The airsoft gun is not about power. It should be about enjoyment.” – Tanio Kobayashi, 2003


    ...und kaum einer hatte dabei so viel enjoyment wie Bulldoxx - RiP

    Edited 2 times, last by Pydracor ().

  • Asahi M60E1 SDX:



    Äußerliches:


    Wenn man nach einem zumindest optisch so imposanten Vorbild wie der M60E1 eine Airsoftgun baut und dann auch noch fast ausschließlich mehr oder weniger authentische Materialien verwendet, kann dabei natürlich nur eine ziemlich beeindruckende Replik rauskommen.
    Der Zahn der Zeit - diese M60 dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit Baujahr 1992 sein - hat ein übriges getan, um aus dieser Asahi M60E1 SDX eine der realistischsten Airsofts zu machen, die ich bisher gesehen habe (auch wenn es ein paar Mankos gibt).


    Sämtliche Asahi M60 (unabhängig von der Version) wurden mit einem Plastik Feed Tray Cover ausgeliefert, bei dieser hier wurde ein ANGS Metal Feed Tray Cover verbaut, das eigentlich für TOP M60 AEGs gedacht ist. Leider ist das BB Reservoir ein bisschen im Weg, wenn man das Cover schließen will, man muss daher den Gurtzubringer im Inneren des Feed Tray Covers entfernen.
    Das Cover rastet sauber mit einem satten „Klack!“ ein und lässt sich ebenso sauber über den seitlichen Hebel wieder öffnen.



    Anders als Stock M60s hat diese hier einen Long Range Barrel verpasst bekommen, der es erforderte, den originalen One Piece Outer Barrel gegen einen speziellen 2-geteilten zu ersetzen, was der Stabilität des eigentlichen Outer Barrels aber keinen Abbruch tut.
    Am Outer Barrel ist der Gasblock angebracht, der hier keinerlei Funktion übernimmt und leider aus Plastik gefertigt ist. An dieser M60 stellt er somit das einzige Teil dar, das nicht die korrekte Materialität hat. Bei der Montage des Outer Barrels stülpt sich der Gasblock über ein Messingteil, das am Ende der Gastube befestigt ist.



    Das Plastik, das beim Handguard, an der Ummantelung des Carrying Handles und dem Griff verwendet wurde ist sehr robust, allerdings überzeugt mich das Oberflächenfinish nicht so wirklich. Ist mir eine Spur zu glänzend und beim Handguard sieht man an der Unterseite, dass er aus 2 Hälften zusammengesetzt ist, sowie unsaubere Gussspuren an der Verbindungsstelle (genaugenommen sieht es aus, als hätte das Ding die Kretze...). Das hätte man ohne großen Aufwand eigentlich besser machen können. Ebenfalls auf dem Foto zu sehen: Die vordere Stahlaufnahme für ein M122 Tripod.



    Voll überzeugend ist hingegen die Schulterstütze, die dem Vorbild entsprechend ebenfalls aus Kunststoff ist. Das Material scheint etwas matter und es ist nur bei extrem genauem Hinsehen so etwas wie eine Gussspur zu erkennen.
    Direkt vor der Schulterstütze befindet sich an der Unterseite das Quick-Connect Ventil, davor wiederum ist die hintere Stahlaufnahme für die Höhen- und Seitenverstellung eines M122 Tripods.
    Unverständlicherweise hatte Asahi bei der E1 SDX das Ventil an die Unterseite des Griffs verlegt, was natürlich zur Folge hatte, dass es beim Abstellen des Gewehrs bei ausgeklapptem Zweibein leicht Schaden nahm, oder dass der angeschlossene Schlauch abknickte.
    Einer der Vorbesitzer dieser E1 hat es daher versetzt.



    Die Buttplate ist ebenfalls aus Stahl und hat eine funktionierende Flipup Platte, die man im Liegen auf der Schulter ablegen kann. Sie ist auch massiv genug ausgeführt, im das Gewicht der M60 zu halten.



    An der linken Seite des Griffs befindet sich die Sicherung, ein Hebel aus Metall, der entweder auf „F“ (Fullauto, der einzige Feuermodus, schließlich ist’s bei der echten genauso) oder „S“ (Safe, der Abzug ist blockiert) steht. Erneuter Hinweis: Diese Asahi M60 liegt nicht in Deutschland!



    Die Metallteile sind der Hammer. Hier sieht man sofort, dass viel Wert auf Qualität gelegt wurde, Stahl, Stahlblech, Aluminium und alles mit einwandfreier Passgenauigkeit. Gerade die Stahlteile geben der M60 einen fiesen Look, weil sie natürlich anders altern als Aluminium oder ähnliches. Zudem erreicht die E1 SDX durch diesen extrem hohen Anteil an Metallteilen und mit allem drum und dran (Patronengurt z.B.) das stolze Gewicht von ca. 9 kg, also nur etwa 2 kg weniger als ihr Vorbild (was in dieser Gewichtsklasse schon beachtlich ist).



    Lobenswert ist auch der funktionierende Hebel für die Laufentnahme. Reindrücken, hochklappen und schon kann der gesamte Lauf inklusive BB-Abschusskammer (das S-Rohr unter dem Lauf), Gasblock und Zweibein abgenommen werden, genauso funktioniert’s auch bei der echten. Auch wenn es so schon funktioniert: Asahi hat es wohl leider doch nicht 100%ig so hinbekommen, dass die Hebelverriegelung ausreicht, man muss über eine kleine Madenschraube den Outer Barrel dann noch fixieren. Ein minimales Spiel bleibt, dieses fällt aber kaum ins Gewicht (Outer Barrel lässt sich minimal zu Receiver/Handguard verdrehen).



    Trotz dieses „Mini Barrel Wobbel“: Neben dem hohen Gewicht hat die Bauart und das Material zur Folge, dass die Gun trotz einer Länge von über 1,10m sehr robust ist, ein Axtblatt an den Lauf geschraubt und man könnte mit der M60 Bäume fällen.
    Die SDX Varianten sind darum auch die einzigen Asahi M60s, die man mit einem Sling tragen kann, den anderen Versionen tut das mangels Stabilität nicht sonderlich gut.
    Das gleiche gilt für den Carrying Handle: Bei so ziemlich allen M60 (egal ob „Nicht-SDX“-Asahi, TOP oder gar Inokatsu) habe ich schon von Problemen mit abbrechenden Handles gehört, bei der E1 SDX mache ich mir da gar keine Sorgen. Der Carrying Handle ist nicht nur aus Stahl, er ist auch mit einem dicken Bolzen an einem massiven Stahlblock des Receivers befestigt.


    Das für das M60E1 so charakteristische Bipod ist komplett aus Stahl und könnte meiner Meinung nach genauso gut von einer echten M60 kommen. Bipod-Bein ein Stück zurückziehen und man kann es nach unten Klappen. In beiden Positionen rastet es satt ein.
    Flashhider und Front Sight sind übrigens auch aus Stahl.



    Mittels Knopfdruck lässt sich das Bipod in der Höhe verstellen.



    Das einzige, was mich am Äußeren der M60 im Endeffekt WIRKLICH enttäuscht hat, war das Rear Sight. Dieses sieht auf Bildern sicher gut aus, ist aber einfach aus einem Stück Metall gefertigt, außer Hochklappen bewegt sich da gar nix. Aus diesem Grund wurde es nach relativ kurzer Zeit von mir durch ein GB-Tech M60 Rear Sight ersetzt. Dieses ist voll verstellbar und passt vom Material und der Farbe her perfekt zum Stahlteil vor dem Receiver, auf dem es montiert wird.
    Abgesehen vom Sight, sieht man auf diesen Fotos auch wieder, wieviel Wert Asahi hier auf Bauqualität gelegt hat.


    Ursprüngliches Rear Sight:


    GB-Tech Rear Sight:



    Innereien:


    Wie für die damalige Zeit üblich, sind die Innereien der M60 aus massivem Messing gefertigt und dementsprechend robust und schwer. Durch die Verwendung von CO2 oder Pressluft als Treibmittel konnte die Technik in einem simplen System aus Metall und ein paar Gummidichtungen konstruiert werden, Teile wie Polycarbonatpistons, Torque Up Gears oder Tuningnozzles waren damals weder bekannt, noch gewollt, noch benötigt :) Somit fiel die verhältnismäßig aufwändige und vergleichsweise anfällige Technik weg, die nötig ist, um aus einer Drehbewegung (Elektromotor) eine geradlinige Bewegung (Feder + Piston) zu erzeugen. Der Preis, den man dafür zahlte, war eben die externe Versorgung mit Treibmittel.


    Aber mal im Ernst: Wer rechnet heutzutage bei seiner AEG noch damit, dass nach 20 Jahren intensiver Benutzung jemand einen Akku an die unveränderte Gun stöpselt und einfach loslegen kann?
    Bei BV Guns ist das der Fall. Diese M60 muss im Lauf der letzten 2 Dekaden durch etliche Hände gegangen sein, muss unzählige Spiele mitgemacht und abertausende von BBs verschossen haben – ich habe den Tank drangehängt und konnte ohne Probleme sofort feuern.
    Die einzige Änderung, welche die M60 technisch mitgemacht hat, ist der Long Range Barrel (der ja mit der Zuverlässigkeit nichts zu tun hat) und vermutlich ein paar Gummiringe, alle anderen Internals sind quasi „out of the box“.
    Hier trifft definitiv die Phrase „Built to last“ zu.


    Schießen in der Theorie:


    Nur kurz zum Tank: Verwendet wird in meinem Fall ein ganz normaler CO2 Paintball Tank, an den ein Regulator geschraubt wird, der den Druck von 0 bis 300 PSI regeln kann, 75 - 90 PSI sind realistische Druckwerte für die M60. Ein Manometer zeigt den eingestellten Druck an, ein langer, geringelter Schlauch wird über einen Quick-Connector mit der Airsoftgun verbunden.



    Geladen wird die Asahi M60, wie schon erwähnt, indem man das Feed Tray Cover öffnet und maximal etwa 1000 BBs ins Reservoir schüttet. Bei meiner M60 war eine extra angefertigte Kunststoff-Abdeckung dabei, die statt des Reservoirs montiert werden kann. Damit wird zwar die Kapazität auf etwa 300 BBs beschränkt, die Optik bei aufgeklapptem Cover ist aber der einer echten M60 wesentlich ähnlicher. Dazu kommt, dass man dann auch den Gurtzuführer im Inneren des ANGS Feed Tray Covers lassen kann, da es nicht mit dem Reservoir kollidiert.
    Ist alles in allem natürlich nur interessant für Sammler, Spieler werden da immer das Reservoir wählen.



    Die BBs sind nun also in der Gun und harren der Dinge, die da kommen werden.
    Um die M60 jetzt schussbereit zu machen, muss man wie bei der echten den Ladehebel komplett nach hinten ziehen und wieder nach vorne führen. Ist der Hebel ganz hinten, dreht sich eine Messingabdeckung unter dem Reservoir seitlich weg und 30 BBs fallen ins Laderohr. Führt man den Ladehebel wieder nach vorne, schließt die Abdeckung und die BBs werden ins S-Rohr unter der „Patronenkammer“ geführt.



    In S-Rohr und Laderohr ist insgesamt Platz für 60 BBs, man kann also den Ladevorgang noch mal wiederholen und hat daraufhin 60 BBs zur unmittelbaren Verfügung.
    Je nach eingestelltem Druck erreicht die Asahi M60 eine Feuerrate, die nur noch als ein durchgehender Ton wahrgenommen werden kann. Abgesehen davon, dass diese Kadenz ziemlich unrealistisch ist, gibt es gleich 3 weitere Gründe, nicht mit derart hohen Druckwerten zu schießen:
    - FPS Limit bei Spielen. Die Schussstärke erhöht sich proportional zur Feuerrate, bei 100 PSI liegt ein FPS Wert von über 500 FPS an.
    - Der LRB ist für wesentlich geringere FPS Werte ausgelegt und bringt den vollen Effekt bei 340 bis 380 FPS
    - 60 BBs sind bei dieser Kadenz in null komma nix wech.
    Die optimale Einstellung ist bei ca. 75 – 90 PSI.
    Sind die 60 geladenen BBs verschossen, muss man erneut durchladen, um weiterschießen zu können. Man kann aber natürlich auch nach jeder Feuersalve oder wann immer man es für richtig hält nachladen, dann wird das S-Rohr halt einfach aufgefüllt.


    Da wir nun bald an den Punkt kommen, an dem die BB den Lauf in Richtung Ziel verlässt, möchte ich noch mal auf den LRB eingehen:
    Sheriff, eine kleine Airsoftschmiede, die außergewöhnliche und extrem seltene Customguns auf Basis einiger Classic Airsoftguns gebaut haben (die „bekannteste“, wenn man das denn so nennen kann, dürfte wohl die Highlander Magnum sein) hat den Long Range Barrel ca. Anfang der 90er erfunden und darauf folgend als Drittanbieter für Asahi und JAC Airsofts zum Nachrüsten angeboten. Hierbei handelt es sich, wie schon mal beschrieben, um einen Messinglauf, der über eine minimal abschüssige Bohrung verfügt, die leicht versetzt zur BB-Abschusskammer sitzt.



    (Nicht mein Foto, Link zu shooter.hu)


    Eine spezielle Schraube an der Unterseite des Outerbarrels sorgt über eine Klammerkonstruktion dafür, dass der LRB nicht rotieren kann, die Schraube bewegt sich in einem Schlitz im Outerbarrel mit dem Lauf vor und zurück; dies ist bei allen LRBs nötig, egal um welche Classicgun es sich handelt. Dies hatte bei der M60 auch zur Folge, dass ein 2 teiliger Outer Barrel verbaut werden musste.


    Welche physikalischen Faktoren beim LRB noch mitwirken, kann ich auch nicht genau sagen, simpel formuliert kann man es so beschreiben: Die BB rollt über die gesamte Lauflänge an der Oberseite des LRB entlang und erhält so ihren Backspin, dies wird noch leicht verstärkt durch die entgegengesetzte Zurück-Bewegung des Laufes. Anders als bei AEGs, bei denen die BB einen einzigen Impuls bekommt, der sie dann durch den Lauf befördert, wird die BB beim BV System vom sich ausbreitenden Gas durch den gesamten Lauf getrieben, somit entsteht auch durch das Entlangrollen kein Geschwindigkeitsverlust, das Gas beschleunigt die BB immer weiter.
    Der im Vergleich zur Visierlinie abschüssige Lauf lässt die BB dann zunächst leicht unterhalb der gedachten, geraden Schusslinie fliegen, der Backspin trägt sie nach und nach über diese gedachte Linie und schlussendlich senkt sie sich wieder.
    Es entsteht eine extreme Reichweite mit „Flat Trajectory“ (sinngemäß: gerade Flugbahn), die speziell bei den Asahi M60 Varianten für ungläubiges Kopfschütteln sorgt: Effektiv ca. 80 - 90 m.


    Da diese Aussagen immer wieder angezweifelt wurden, hat Trasher, einer der User von classicairsoft.net, den Videobeweis erbracht. Mit seiner Asahi M60E3 Short SDX mit „Airsoft 4 Less“ (AS4L, ein Drittanbieter für Classicgun Zubehör aus Amerika) Long Range Barrel hat er über Distanzen von 80 und 90 Yards (über 80 bzw. 90 m) auf ein 80 x 80 cm großes Ziel geschossen und bei 360 fps mit 0,28g BBs mit jedem Feuerstoss mindestens ein Mal getroffen:



    Aufgrund der mangelnden Qualität und Nachvollziehbarkeit des Videos, wird auch dies von Zweiflern nicht als Beweis akzeptiert. Auch wenn ich das verstehen kann, kann ich für meinen Teil nur sagen, dass ich zu den "Believern" zähle :)
    Neben den Aussagen und dem Video von Thrasher habe ich schon oft genug bestätigende Erfahrungsberichte im Classicairsoft-Forum von amerikanischen und philippinischen (dort ist die AS und im Verhältnis auch die Classic-AS Szene sehr groß) Airsoftspielern gelesen.
    Stellt sich dann natürlich nur die berechtigte Frage, warum ein solches System nicht auch bei modernen Airsofts getestet wurde oder warum es dann nicht funktionert #zombie2# :)


    Gehen wir also im Folgenden mal davon aus, dass der LRB hält, was er verspricht: Für Spieler wird eine Asahi M60 mit LRB dann zur ultimativen Supportgun, deren Effektivität nur noch von der beschränkten, verfügbaren BB-Kapazität gemindert wird.
    Schießt man aber mit Feuerstößen auf gegnerische Mitspieler, die so weit weg sind, dass so manche High-End Sniper ihre Probleme bekommen könnte, sollte man auch kein Problem damit haben, noch 10 mal durchzuladen, bis man selbst in Gefahr ist.
    Erst wenn gegnerische Spieler schon in Reichweite sind, steht man mit seinen 60 BBs in einer derart schwer manövrierfähigen Airsoft schön blöd da, vor allem weil man da schließlich auch mal in die Verlegenheit kommen könnte, die M60 im Stehen, angelegt oder aus der Hüfte, abfeuern zu müssen. Ruckzuck ist das S-Rohr leer und man muss jetzt ordentlich Kraftanstrengungen unternehmen, die Gun zu halten und gleichzeitig durchzuladen.
    Hier könnte man dann höchstens noch den Begriff „Realismus“ in den Raum werfen: Mit einer echten wär’s auch nicht anders (eher noch schlimmer, weil man einen Gurt nachlegen müsste ;)).

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  • Schießen in der Praxis:


    Gleich vorweg: Sorry, immernoch kein Video ???


    Nun denn, Finger an den Abzug (der natürlich auch aus Metall ist), entsichern und abdrücken.
    Wie bereits erwähnt, bewegt sich der Lauf bei jedem Schuss ein Stück zurück. Auch wenn das nicht mit vollwertigem Blowback zu vergleichen ist, so spürt man doch zumindest den Mechanismus, vor allem bei langsameren Feuerraten spürt man fast so etwas wie Rückstoß an der Schulter. Ich möchte in der Hinsicht auf jeden Fall noch klären, ob man Messing Gewichte am Lauf anbringen könnte, um das Gewicht und den gefühlten Rückschlag zu erhöhen. Der Sound ist sehr satt und wie für Gas Guns typisch wesentlich beeindruckender als Elektromotor-Gesumme.
    Sind die geladenen BBs verschossen, kündigt ein kurzes „pffft“ davon, dass es Zeit ist, nachzuladen.
    Eine weitere Eigenart des BV Systems: Man kann es nicht "trockenfeuern", drückt man ohne geladene BBs ab, ertönt nur ein durchgehendes Zischen. Das System benötigt eine BB, um tatsächlich zu "cyclen" (verdammte Anglizismen...).


    Ausgiebig testen konnte ich die Asahi wie schon gesagt leider nicht. Bei den ca. 10 Durchgängen à 60 BBs hatte ich variierende Feuerraten, dies würde ich aber eher auf den Regulator zurückführen (dessen Manometer auch merkwürdig schwankte), ist wahrscheinlich eine Einstellungssache. Ich werde die M60 auf jeden Fall auch noch mit einer besseren HPA Ausrüstung testen und ausgiebige Schusstests machen, wenn alles korrekt eingestellt ist.


    Was auf classicairsoft.net schon öfter klargestellt wurde, konnte ich auch beim Testschießen beobachten: Reichweite ist nicht gleich Präzision. Wie ihr Vorbild, ist die Asahi M60 auf Unterdrückungsfeuer ausgelegt, nicht auf zielgenau gesetzte Kopftreffer oder so. So haben die BBs eine ziemliche Streuung, vor allem bei hohen Feuerraten. Die Asahi M60 ist sehr gut geeignet, um auf große Entfernung in die „general direction“ des gegnerischen Spielers zu halten.



    Tuningmöglichkeiten:


    Leider (oder zum Glück?) gibt’s da nicht viel mehr als die auch hier verbauten Teile:
    - Long Range Barrel von Sheriff oder AS4L. Erst damit wird eine Asahi M60 so RICHTIG effektiv. Leider habe ich nichts darüber gefunden, was ein LRB als update kostet. Da bei der M60 auch der Outer Barrel gewechselt werden muss, ist er wahrscheinlich nicht gerade billig, ich schätze mal so ca. 250 USD.
    - Metal Feed Tray Cover (z.B. ANGS oder TGS), ca. 100 – 150 USD.
    - Gescheites Rear Sight, z.b. von GB-Tech. Kostet allerdings um die 100 USD.
    - Originales Boxmag oder Bandoleer zum dranhängen (siehe Foto ganz unten). Hat natürlich nur optischen Nährwert, mehr BBs kann man damit nicht mitnehmen :)
    - Bei dem Gewicht ist ein Sling unerlässlich, für MGs geeignete Slings kosten bei Airsoftretailern um die 25 Euro. Falls jemand einen originalen aus der Vietnamära im Angebot hat, bitte melden!
    - Es ist ziemlich sicher möglich, wenn auch bis jetzt noch nicht durchgeführt, das S-Rohr, in den die BBs geladen werden, zu verlängern. Genug Platz hat man im Handguard und damit wären sicher verfügbare BB Kapazitäten von 100 BBs und mehr möglich.
    - M122 Tripod. Dürfte mit T&E (Seite- und Höhenverstellung) und Pintle (Montagebolzen) so um die 150 - 200 USD kosten.



    Alles in Allem...


    ...hat die Asahi M60E1 SDX meiner Meinung nach zwei Hauptverwendungsmöglichkeiten:


    Einmal als Sammlerobjekt. Logisch, bei gerade mal 500 produzierten SDX und dem respektablen Alter von 15 – 20 Jahren.
    Für diese M60E1 SDX mit allen Modifikationen (Angs Metal Feed Tray Cover, Sheriff Long Range Barrel, BB Abdeckung für realistischeres Aussehen, umgesetztes Gasventil) habe ich 1600 USD bezahlt. Dazu muss man ca. 100 – 150 USD für ein CO2-Rig oder noch etwas mehr für ein HPA-System zahlen.
    Der Wert ist in den letzten Jahren (Stand 2014) allerdings stark gesunken. Heutzutage sind nur die wirklich seltenen Classics (Asahi M40A1, WA2000, M134, MG34, JAC BAR, Sheriff Highlander Magnum) wertstabil und erzielen nach wie vor Höchstpreise. M60 in der SDX Version liegen meistens irgendwo zwischen 800 und 1200 USD. Ein für Sammler interessantes Objekt bleibt die E1 SDX aber natürlich trotzdem :)


    Und dann halt für Spieler, die Wert auf ein realistisches Verwendungsfeld legen (ja, trotz des benötigten Tanks). Dieses spiegelt sich bei der Asahi M60 in mehreren Punkten wieder:
    1. Das Gewicht ist dem einer Echten sehr nah. Ich bin Verfechter der Ansicht: Wer beim AS ein MG mit sich führen will, sollte auch bereit sein, es zu schleppen. Schließlich wird Airsoft gespielt, weil es realitätsnah ist, sonst könnte man auch zu Paintball wechseln, somit halte ich Plastik MGs mit 5kg Gewicht für etwas paradox.
    2. Man kann nicht volle 1000 Schuss an einem Stück raushauen, man muss dazwischen auch mal „nachladen“.
    3. Der Verwendungsschwerpunkt ist dem einer Echten sehr ähnlich, soweit das denn im Bereich Airsoft möglich ist. Die Asahi M60 ist sehr gut dafür geeignet, auf lange Entfernung Unterdrückungsfeuer abzugeben, um den Gegner zu zwingen, in Deckung zu bleiben und damit die eigenen Mitspieler zu unterstützen.
    Natürlich habe ich das selbst noch nicht getestet, Reichweite, mögliche Feuerraten, sowie viele Erfahrungsberichte von M60 Besitzern in Amerika lassen kaum einen anderen Schluss zu.


    Verständlicherweise wird der externe Tank aber auch weiterhin für die meisten Spieler ein Grund sein, lieber auf AEGs bzw. inzwischen auch auf GBBRs mit internem Tank zu setzen. Inwieweit ein Schlauch die Handlichkeit und den gewollten Realismus beinträchtigt, muss natürlich jeder für sich entscheiden, wobei ich glaube, dass die meisten Spieler wegen der Handlichkeit auf AEGs setzen, weniger wegen des Realismus.
    Classicguns werden somit auch weiterhin ein Nischenhobby in einem Nischenhobby sein und sie werden immer mit Mängeln behaftet sein, aber für Sammler macht ja gerade das den Reiz eines Sammelobjekts aus. Auch ein 68er Dodge Charger hat einen ganzen Arsch voll Nachteile, dafür ist es aber halt ein Charger und ich würde ihn jederzeit einem modernen BMW vorziehen :)


    Pydracor


    (Bitte fragt mich, bevor ihr Textteile oder Bilder aus dem Review verwenden wollt)


    “The airsoft gun is not about power. It should be about enjoyment.” – Tanio Kobayashi, 2003


    ...und kaum einer hatte dabei so viel enjoyment wie Bulldoxx - RiP

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