Airsoft Enginuity KWA AR15 Hop Up Kammer Review und quasi How to

  • Airsoft Enginuity KWA AR 15 Hop Up Kammer (VSR Konversion) Review


    Servus!

    Vor nicht allzu langer Zeit hat mich der Forenkollege Tomansen darauf Aufmerksam gemacht, dass ein Airsoft Spieler aus dem United Kingdom eine 3d gedruckte HU Kammer für die KWA AR15 Modelle anbietet. Die erlaubt den Einsatz von VSR Gummis.


    Das Hop Up der KWA Modelle hatte sich ja mit der Umstellung auf die LM4 gewandelt, statt der Kugellager Kugel und dem etwas festeren Gummi kam dann ein weicherer dünnerer Gummi mit einem Kupferclip (Tensioner) ins Programm. Die Einstellung per Zahnkranz blieb.

    An sich arbeitet das neue System nicht schlecht und besser als das alte, allerdings hatten User immer mal wieder Probleme bei der Justage, die zugegebenermaßen etwas Fingerspitzengefühl erfordert.

    Weiteres Manko ist der relativ geringe Verstellbereich. Zwar ist es möglich, dass man den Tensioner nachbiegt, dann verschiebt sich die Spanne der Einstellung, allerdings bewegt man sich immer in einem Rahmen von rund 2-3 BB Gewichtsklassen, z.B. also 0,23-0,28g.


    Die Airsoft Enginuity Kammer möchte hier Abhilfe schaffen und konvertiert das System auf die altbewährte Bauart VSR Gummi.

    Meine eigenen vorherigen Konvertierungsversuche sind eigentlich immer gescheitert, weil Dinge wie ein TDC Mod durch die Bauart schlecht umsetzbar sind (Receiverkante).


    Die Airsoft Enginuity Kammer

    Was macht die Kammer so besonders? Es ist quasi ein reverse TDC Mod. Die Kammer selbst besteht aus einem Druckarm, einer Feder, einem Pin, um den Arm zu lagern und der Kammer selbst, die Lauf und Gummi stabilisiert. Mit einer Schraube, die am Outerbarrel der KWA ansetzt, und zwar dort, wo die Original Hop Up Kammer fixiert wird, betätigt man durch eindrehen den Hebel und verringert so die Hop up Leistung. Deshalb reverse: reinschrauben, weniger – rausschrauben, mehr.


    Lieferumfang

    • 3d gedruckte Kammer (grobes aber sehr stabiles Material)
    • Pivot pin
    • Kurze Feder
    • Hop Up Arm
    • Zwei Clips zur Fixierung

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    Was braucht man noch dazu?

    • Einen VSR Lauf, unbridged, idealerweise einen Maple Leaf Crazy Jet
    • Ein VSR Gummi, idealerweise einen Maple Leaf Autobot 60 oder 70 Grad

    Montage

    Die Montage ist denkbar einfach. Zunächst Waffe zerlegen:

    • Ris abbauen
    • Laufmutter abschrauben
    • Outer entfernen
    • Hop Up Kammer entfernen (Madenschraube oben und unten)


    Danach folgt der Zusammenbau der Kammer:

    • HU Bucking nach Anleitung Bearbeiten (Steg von vorn etwa um 50% kürzen, minimal rundherum schleifen, das geht am besten mit einem Dremel
    • Von vorne einsetzen, die Stege oben sollten im Fenster für den Arm sichtbar sein
    • Den Lauf von hinten einführen, dabei vorsichtig vorgehen
    • Die Feder oben auf den Lauf legen
    • Den Arm in Position bringen, die Nase an einem Ende in die Feder legen
    • Den Pin einführen
    • Mit den beiden Clips alles fixieren
    • Korrekten Sitz prüfen und in den Outerbarrel einführen

    Je nach Rohr und Innenlauflänge muss man noch einen Spacer basteln, um den Inner spielfrei zu lagern. Befestigt wird das Ganze über die untere Madenschraube, die man wiederverwendet. Bitte nur soweit reindrehen, dass sie Plan mit der Außenseite des Rohrs abschließt. Zum Testen mal eine BB durchdrücken, um den Widerstand zu fühlen.

    Oben wird die zweite Madenschraube zur Vorstellung eingesetzt. Ich empfehle eine Schraube mit größerem Kopf aber passendem Gewinde, unter die man eine Feder klemmt, z.B. von einem Kugelschreiber. So verhindert man ein verstellen und kann oben beispielsweise einen M3 Kopf benutzen.


    Ein Nachteil wird nun offenbar:

    Wie stellt man das Ganze von außen ein? Dazu muss man ein Loch in die Barrelnut bohren und in das Railsystem. Bei manchen Laufmuttern und Railsystemen ist da nur wenig oder gar keine Arbeit nötig. Wichtig ist, dass man dabei genau vorgeht.


    Die Ergebnisse

    Der interessante Part: was bringt die ganze Nummer?

    Mit dem Standard Hop Up ist man, wie schon geschrieben, etwas limitiert in seinen Einstellungsmöglichkeiten. Mit dem neuen Gummi kann man quasi von 0,25 bis 0,45g alles in die Luft bringen. Getestet wurde das System mit 0,3-0,36g Bio BBs von Lonex. Schwerere BBs bringen bessere Ergebnisse, so viel vorneweg.

    Mit dem System ist es möglich, sehr fein zu dosieren. Man sollte es nur tunlichst vermeiden, die Schraube zu stark anzudrehen (also Hop up raus zu nehmen), da man sonst den Arm zerquetscht. Die BBs fliegen mit diesem Hop up System absolut konsistent und konstant. Wer Wert darauf legt, dass die BB schnurgerade fliegt, bevor sie fällt (also ohne overhop am Ende der Flugbahn), erreicht hiermit locker 50m Reichweite und bei kontrollierten Bedingungen eine Zielfläche von gut unter Torsogröße. Insgesamt gewinnt man etwa 10m+ zum Standard Hop Up und gewinnt sogar etwas Konsistenz.


    Kleine Anmerkung: mit dem 180mm Maple Leaf Crazy Jet hat man mit 0,2g bbs und Propan bei passendem Hop up für 0,3g bbs etwa 1,4J bei 24 Grad. Ideal für die meisten Spielfelder, ohne etwas drosseln zu müssen (und nein, längere Läufe sind nicht präziser).



    23grad, Waffe 1,7J mit 0,36g bb, Lonex 0,36g bio, relativ windstill, 50m gemessen mit Maßband

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    Fazit

    Lohnt sich! Für den Preis von insgesamt mit allem Zubehör etwa 40-50€ erhält man ein durchdachtes System das absolut die Performance der Waffe erhöht. Lediglich der Einbau und die Vorbereitung zum Verstellen sind ein paar Hürden, die man aber in Kauf nehmen sollte. Wir haben nun die Möglichkeit am konstanten und gaseffizienten System der KWA AR15 Waffen VSR Gummis zu nutzen, was diese „Baustelle“ des Systems ausmerzt und es, zumindest in meinen Augen, über die anderen GBB Plattformen hebt.


    Die Tests wurden einmal auf heimischem Grund durchgeführt und später dann auf dem Spielfeld validiert. Die Waffe lief außerdem den gesamten Spieltag reibungslos und schlug sich hervorragend.


    Alle Daumen nach oben!