ZM WEAPONS LR-300 ML GBBR

  • Endlich ist es soweit. Nach den ersten Bildern und der letzten vollmundigen Ankündigung vor fast einem Jahr, kann und darf ich euch nun endlich meinen persönlichen Heiligen Gral vorstellen.

    Mit Sicherheit wird es sich dabei nicht nur für Sammler um ein echtes Sahnestück handeln, nein, auch der geneigte GBB-Technikfreak wird sicherlich an dem einen oder anderen Aspekte Gefallen finden.


    Ich freue mich euch das "ZM WEAPONS LR-300 ML" als GBBR näher bringen zu dürfen:


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    Hersteller: Cap'tain Caverne & GBB-Technics

    Kaliber: 6mm BB

    Antriebsart: Gas

    Importeur: * darf hier nicht genannt werden

    Beschussamt: München


    Da dieses Projekt so aufwendig wie kostenintensiv war, habe ich eine möglichst umfangreiche Vorstellung vorbereitet.

    Wer weniger an den Details als vielmehr an den Bilder interessiert ist, darf den Artikel natürlich gerne überfliegen und sich ausschließlich das Bildmaterial zu Gemüte führen. :)


    Ich möchte noch ausdrücklich auf folgende Punkte hinweisen:


    - die technische Entwicklung, Konstruktion und Fertigung wurde in Frankreich vorgenommen

    - die Airsoft wurde durch den * importiert

    - die Airsoft wurde durch das Beschussamt München beschossen

    - die Beschusszeichen wurden durch das Beschussamt München aufgebracht

    - die Importeurzeichen wurde durch den * aufgebracht

    - eine Bedienungsanleitung in deutscher Sprache liegt vor



    1. Das Real Steel LR-300


    1.1 Aller Anfang


    Das ZM LR-300 ist ein vom amerikanischen Büchsenmacher und Sportschützen Allan "Al" Zitta entwickeltes Waffensystem, das aus der Suche nach einer wettbewerbstauglichen Alternative zu den bisherigen sogenannten "Pistols" entstand, mit denen Al Zitta bis dato einen Teil seiner Schießwettbewerbe bestritt.

    Die Idee war es, das herkömmliche AR15 System so zu verändern, dass die allgemeinen Vorteile des AR in voller Gänze erhalten bleiben und die daraus resultierende Waffe dennoch als sogenannte semi-automatische "Pistol" für Wettkämpfe zugelassen bleibt. Ein sehr bekannter Vertreter dieser Art von Waffen ist der sogenannte Master Blaster.



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    (l. Allan "Al" Zitta, m. ZM WEAPONS LOGO, r. Cover der Gun World w/ Master Blaster)



    In den späten Neunzigerjahren entwickelte Al Zitta schließlich einen recht speziellen AR15 Upper Receiver, mit dem er unter seinen Mitbewerber nicht nur Aufsehen erregen, sondern im Weiteren auch Erfolge bei Schießwettbewerben feiern konnte.

    Al Zitta's Entwicklung sprach sich schließlich in den einschlägigen Kreisen soweit rum, dass sogar das US Militär auf ihn aufmerksam wurde und ihn zu einer Demonstration lud.

    Mit einer handvoll Prototypen ausgestattet, präsentierte Al Zitta die Vorteile und neuen Möglichkeiten seines abgewandelten AR15 Systems, wobei sich die anwesenden Militärs vor allem die Frage stellten, ob es nicht mögliche wäre einem auf Zittas System basierendes AR15 mit einem Folding Stock auszustatten.

    Auf den ersten Blick und bezogen auf das AR15 im allgemeinen eine recht ungewöhnliche Frage, aber mit Zittas Entwicklungen tatsächlich möglich.

    Da Zittas Idee großes Potential zu besitzen schien, Militärs bereits Interesse zeigten und Polizeibehörden ebenfalls eine relevante Ziegruppe darstellten, komplettierte er seinen Upper Receiver um einen Lower Receiver und machte "sein" AR15 somit zu einem eigenständigen Gewehr.


    Das LR-300 war geboren.


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    Das Konzept hinter dem LR-300 baut dabei auf den Grundlagen des klassischen AR15 auf (Al Zitta spricht in einem Werbevideo im Hinblick auf den militärischen Nutzen von M16), weicht dann aber vor allem in einem wesentlichen Punkt sehr stark von diesem ab.

    (Sicherlich kann man an dieser Stelle bereits wissen worin der große Unterschied besteht, zu den Details kommen wir aber später.)

    Nicht weniger wesentlich, aber bei weitem nicht als revolutionär zu erachten, sind kleinere Neuerungen wie der ergonimisch und recht speziell geformte Grip, der ab Werk verbaute Two Stage Trigger und die Möglichkeit ein optionales RIS anzubringen und somit dem Trend zur Modularisierung einen ersten Gefallen zu tun.

    Des Weiteren lässt sich das LR-300 angenehmer bzw. rückstoßfreier schießen und interne Teile verschmutzen aufgrund der recht speziellen Konstruktion nicht so stark wie es bei herkömmlichen AR15 Modellen entsprechend der Fall ist.

    Verschossen wird das Kaliber 5.56×45mm NATO bzw. .223 Remington und die Lauflänge beträgt je nach Konfiguration 11.5 Inch., 14.5 Inch oder 16.5 Inch.


    Unter dem Firmennamen "Z-M Weapons" stellte Al Zitta dann ab dem Jahr 2000 das LR-300 in verschiedenen Varianten her. Für den zivilen Markt konnte eine Art AR15 Convertion Kit (nur Upper Receiver + Stock + Grip) oder die komplette Waffe (Semi only) erworben werden. Für militärische Zwecke stand das LR-300 dementsprechend als Gesamtwaffensystem zur Verfügung, von denen es einige sogar unter der Führung von Mitgliedern amerikanischer Spezialeinheiten in den zweiten Irak Krieg schafften.

    Schenkt man den Aussagen glauben, so sind daraus auch einige bestätigte Abschüsse hervorgegangen.

    Darüber hinaus kam es während des Einsatzes wohl weder zu nennenswerten Störungen noch zu anderweitigen Problem, womit dem LR-300 eine erste rudimentäre Einsatztauglichkeit bescheinigt werden konnte.


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    (l. ziviles Conversion Kit, m. ziviles Gesamtwaffensystem, r. militärisches Gesamtwaffensystem mit verkleinerten Sights)



    1.2 Zur falschen Zeit am richtigen Ort

    Nichtsdestotrotz konnte sich das LR-300, obgleich es voll praktikabler Innovationen und hervorragender Funktionalität war, weder bei Polizeibehörden, noch beim Militär durchsetzen. Auch auf ziviler Ebene blieb der Erfolg weitestgehend aus.

    Viele Interessenten begründeten ihre Entscheidung zu Ungunsten des LR-300 mit dem hohen Anschaffungspreis, der mit +1800 USD weit über so mancher Schmerzgrenze lag. Immerhin konnte man ein herkömmliches AR15 bereits zu einem Drittel des von Zitta aufgerufenen Preises erwerben.

    2007 war dann trotz einer letzten Modernisierung (unter anderem bekam das LR-300 ein neues Frontset und dadurch noch mehr Modularität zugestanden) endgültig Schluss und die Produktion wurde eingestellt.

    Auf das System aufmerksam geworden und die Chance witternd, sicherte sich kurzerhand die Firma "Para Ordnance USA" die Lizenzen und produzierte ihre eigene, zwar optisch angepasste, aber intern völlig identische Version des LR-300 unter dem Kürzel TTR - Tactical Target Rifle.

    Trotz des Verkaufs der Lizenzen stand Al Zitta Para Ordnance mit Rat und Tat zur Seite und war sogar eine Zeitlang als Teil des Teams auf diversen Waffenmessen mit dabei.


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    (TTR - Tactical Target Rifle)


    Allerdings wollte auch das TTR nicht wirklich zünden und so legte Para Ordnance ihre Interpretation des LR-300 wenige Jahre später ebenfalls auf Eis.

    Gerüchten zufolge sind die Lizenzen wieder in Al Zittas Hand, aber ob nach den Erfahrungen der ersten 7 Jahre ein weiterer Anlauf unternommen wird ist doch stark zu bezweifeln.


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    (Werbung von Para Ordnanc zur TTR)


    Allen Widrigkeiten zum Trotz bildete sich um das LR-300 eine kleine Fangemeinde.

    Der Quanti- und Qualität an Informationen sollte dies allerdings nicht sonderlich zuträglich sein und so tauchten über die letzten 19 Jahre hinweg nur einige wenige Beiträge in einschlägigen AR15 Foren und Fachmagazinen zum Thema LR-300 auf. Auch sonst sind Informationen rar gesät.

    Bewegtes Material ist ebenfalls fast nicht vorhanden und die Google Bildersuche bemüht man genau einmal, denn dann hat man eigentlich auch schon alles sehenswerte gesichtet.

    Heute läuft einem das LR-300 dann noch am ehesten in Videospielen wie S.T.A.L.K.E.R., RUST, Killzone (stark abgewandelt) oder kleineren Projekten wie z.B. G.H.O.S.T. The Avalon Project (Half-Life Mod) über den Weg.

    Und wer aufmerksam ist, der kann das LR-300 auch in einigen wenigen Filmproduktionen entdecken.

    So hielt z.B. die Hollywood-Größe Tom Cruise im Film "Knight and Day" ein LR-300 in die Kamera und Jai Courtney verpasste Jason Clark in Terminator: Genisys mit dem LR-300 ein paar blaue Bohnen.


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    (l. LR-300 1:1 in S.T.A.L.K.E.R. SOC, m. LR-300 stark abgewandelt in Killzone, r. LR-300 1:1 in RUST)


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    (l. Jai Courtney mit LR-300 in "Terminator: Genisys", r. Tom Cruise mit LR-300 in "Knight and Day")


  • 1.3 Die Besonderheit - "Get out of here Stalker!"


    Aber was macht denn nun den besonderen Reiz des LR-300 aus? Ist es das markante Frontset, der rein technische Aspekt, oder gar der Seltenheitswert?


    Was mich betrifft, so sind es vor allem die vielen Spielstunden S.T.A.L.K.E.R. gewesen in denen das LR-300 stets zu meinem liebsten Begleiter zählte.

    Es ist mir auch heute immer noch eine große Freunde im Regen durch Cordon zu streifen, lästige Mutanten aus dem Weg zu räumen und meine seltenen Artefakte an den Mann zu bringen. Immer mit dabei - mein TRs-301 aka LR-300.

    Tatsächlich übertrug der Entwickler GSC Game World das LR-300 nahezu 1:1 ins Spiel, was nicht zuletzt der unverbrauchten Optik der Waffe geschuldet sein dürfte.

    Und auch wenn ich zum Release von S.T.A.L.K.E.R. im Jahr 2007 nichts von der Technik hinter AR15 und Co. wusste und auch nicht am Thema Airsoft interessiert war, so ein LR-300 hätte mir schon damals gut gefallen.

    Zwölf Jahre später stecke ich zwar mit beiden Ohren tief in der Thematik, allerdings hieße es nur "Get out of here Stalker!", würde ich den nächsten Airsoft-(Online)-Shop betreten und nach einem LR-300 fragen.


    Dem Außenstehenden mag diese Erklärung zur Besonderheit des LR-300 nun wahrlich zu dürftig sein und genauso schlau wie vorher ist er auch.

    Zu allem Überfluss sieht das LR-300 einem herkömmlichen AR15 ja auch noch zum verwechseln ähnlich.

    Wer aber mit der Technik hinter AR15 und Co. vertraut ist, könnte sich beim Anblick des LR-300 aber durchaus die Frage stellen wie das System mit Folding Stock, also ohne Buffer Tube, überhaupt funktionieren kann.


    Und damit kommen wir zur wirklichen Besonderheit:


    Während sich die für den Repetiervorgang benötigte Mechanik bei einem herkömmlichen AR15 gleichermaßen in Upper- und Lower-Receiver befindet (Bolt Carrier und Gas Tube im Upper Receiver. Buffer Tube, Buffer und Buffer Spring im Lower Receiver), vereint Al Zittas LR-300 alle benötigten Komponenten ausschließlich im Upper Receiver.

    Daher rührt auch die anfängliche Konzeption des Wechseluppers, denn ein eigener Lower Receiver war und ist einfach nicht vonnöten gewesen.

    Al Zitta legte die Mechanik also kurzerhand komplett in den Handguard bzw über den Barrel, kürzte den Bolt Carrier und verlängerte den Gas Key des Bolt Carriers, so das dieser nun weit aus dem Upper Receiver ragte.

    Die obligatorische Gas Tube liegt dabei direkt im Gas Key, welcher wiederum in einer als Recoil Spring genutzten Feder lagert.


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    (o. Viper Tech M4 Bolt Carrier + Buffer + Buffer Spring, u. RA-TECH LR-300 Bolt Carrier + Operating Rod Spring + C-Clamp)


    Somit kann auf Buffer Tube, Buffer und Buffer Spring verzichtet werden, was Waffen mit einem LR-300 Upper Receiver völlig neue Möglichkeiten eröffnet.

    Im Falle des LR-300 als Gesamtwaffensystem wurde also ein Folding Stock verbaut, der dabei in zwei unterschiedlichen Varianten zur Verfügung stand.

    Neben dem besonders leichten Skeleton Stock, der wiederum keine weiteren Funktionen besitzt, konnten sich geneigte Käufer auch für einen recht schweren, aber dafür äußerst robusten und in der Länge verstellbaren Stock entscheiden.

    Schießen lässt sich das LR-300 dabei mit angeklappten als auch ausgeklappten Stock ohne weiteres.


    Aber auch Änderungen an anderer Stelle waren durch die in den Handguard gewanderte Mechanik nötig.

    So wuchs das Frontset durch den gesteigerten Platzbedarf etwas in die Höhe, was ihm der Upper Receiver Aufgrund der Visierlinie und dem breiten Gas Key gleichtat.

    Ein gekürzter Bolt Carrier wiederum benötigt einen anders platzierten Forward Assist, der Charging Handle ist im Detail auch eher untypisch und noch so manch andere Kleinigkeiten wurde angepasst bzw. abgeändert, damit das LR-300 zur vollen Serienreife geführt werden konnte.


    Unterm Strich bleibt eine interessante Optik, ein technisches "Alleinstellungsmerkmal" und einige sich daraus ergebenen Vorteile, die dem LR-300 trotz wesentlicher Verbesserungen gegenüber anderen AR15 Modellen trotzdem nicht zum Durchbruch verhelfen konnten.


    Und was bedeutet das nun für den geneigten GBB Enthusiasten?

    Besondere Technik, Nischendasein... ja was kann man als Sammler eigentlich mehr wollen?! :D

  • 2. Das LR-300 als Airsoft


    2.1 Aller Anfang


    Ein wenig geflunkert habe ich weiter oben natürlich schon, denn wer als angehender Airsoft Stalker dem nächsten Händler genug Artefakte oder Rubel auf den Tisch legt, der wird mit Sicherheit auch neuer Besitzer eines LR-300, denn für den Airsoftmarkt steht das LR-300 unlängst zur Verfügung - aber eben auch nur als AEG.

    Großartige Neuentwicklungen standen für die Hersteller dank der Nähe zum AR15 eh nicht an und so war es höchstens eine Frage der Absatzzahlen in wie weit sich ein LR-300 als Airsoft für sie lohnen würde.

    G&G durfte dann unter Lizenz produzieren und brachte das LR-300 als AEG auf den Markt. Eigentlich gäbe es daran auch nichts auszusätzen, wäre es eben nicht einfach nur eine AEG geworden. ;)

    Aus bekannten Gründen ist das aber natürlich vollständig nachvollziehbar, denn schließlich war der GBB Markt damals noch längst nicht so etabliert wie er es heute ist.

    Der Hersteller A&K produzierte dann, wie in Asien so üblich, seine eigene Version des LR-300, bei dem es sich letzendlich aber nur um einen leicht angepassten Klon des G&G handelte.


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    (o. G&G LR-300 mit Lizenz, u. A&K LR-300 ohne Lizenz)


    Ein paar Jahre nach G&G sicherte sich dann die italienische Firma "Evolution Airsoft" die ZM Lizenzen und produziert bis heute ihre Version des LR-300 als AEG.

    Dabei handelt es sich allerdings um die modernisierte Version des LR-300, wodurch die einzigartige Optik des Urvaters leider verloren geht.

    Nice to know: In Wirklichkeit ist weiterhin G&G der Produzent des LR-300, tut dies aber im Auftrag und Label von "Evolution Airsoft".


    Vom Premiumhersteller Prime gab es dann noch eine Kleinserie an LR-300 AEG Conversion Kits, die damals schon nicht günstig waren und es heute noch weniger sind.

    Wenn sie denn dann überhaupt noch irgendwo auftauchen.


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    (l. Evolution Airsoft "Old Style" LR-300 - nie erschienen, or. Prime LR-300 AEG Conversion Kit, ur. Evolution Airsoft "New Style" LR-300)


    Vergebens wartet man aber auf ein LR-300 als GBBR.

    Auf der einen Seite ist der GBB Markt von AR15/M4/M16/Mnochwas eigentlich übersättigt (möchte man meinen), auf der anderen Seite gibt es nur zögerlich Neuentwicklungen und auch wenn Firmen wie GHK die letzten Jahre da echt hinterher sind, ein LR-300 als GBBR wird deswegen noch lange nicht wahrscheinlicher.

    Im stillen Kämmerlein werkeln deswegen immer mal wieder Leute an ihrem LR-300 Traum, nur um dann festzustellen, dass es mit dem Anpassen der Mechanik gar nicht getan ist.

    Der Teufel liegt halt im Detail und ein LR-300 mit M4 Upper Receiver ist am Ende halt immer noch kein LR-300.


    Den bis Dato bekanntest LR-300 GBBR Build stellte der von den Philippinen stammende Alvin Diokno aka Primo auf die Beine, der 2011 mit seinem Umbau für Aufsehen unter den LR-300 Fans sorgte.

    Basierent auf dem WA System, mit selbst hergestellten Teilen und den Resten eines G&G LR-300, kombiniert er sich ein Lookalike zusammen.

    Auf den ersten Blick ein fantastischer Build und Aufgrund der voll funktionsfähigen Mechanik mehr als nur lobenswert, aber Primos LR-300 war dennoch nicht der Weisheit letzter Schluss gewesen, denn wieder sind es die Details an denen es hapert.


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    (Alvin Diokno aka Primo mit Custom LR-300 GBBR)


    Und so bedurfte es einen Franzosen, den Traum endlich wahr werden zu lassen.



    2.2 Cap'tain Caverne und das LR-300


    Als mir 2017 - wie eigentlich jedes Jahr - das LR-300 durch den Kopf geisterte, ich neue Bilder suchte und mich wieder einmal traurig damit abfinden wollte wohl nie eine ordentliche LR-300 GBBR in den Händen halten zu dürfen, fand ich in den unendlichen Weiten der Google Bildersuche die Aufnahmen mehrerer CNC gefräster LR-300 Upper Receiver.


    lr300_1_4_3b3j17.jpg

    (LR-300 Upper Receiver CNC - https://forum.gbb-technics.fr/…php?f=43&t=9359&start=180)


    Als ob das nicht schon wunderlich geug war, landete ich zu meinem Erstaunen im "GBB-Technics"-Forum, welches sozusagen das französische Pendant zum GGE ist.

    Neben vielen anderen fantastischen Projekten gibt es dort auch ein selfmade LR-300 GBBR Projekt in einem 19 Seiten langen Thread vom User Cap'tain Caverne zu bestaunen, welcher sich gleichzeitig als Inhaber des GBB-Technics Forum offenbart.

    Minutiös trieb Cap'tain Caverne das Projekt meiner Träume vorran und schaffte es mit der Hilfe französischer Ingenieurskunst und einer großen Portion GBB Enthusiasmus innerhalb von drei Jahren einen nahezu perfekten LR-300 Build fertigzustellen.

    An ein paar Details musste noch gearbeitet werden, aber das Projekt war von der grundsätzlichen Technik her sehr weit fortgeschritten.

    Völlig fasziniert verschlang ich den gesamten Thread und trat mit Cap'tain Caverne kurzerhand in Kontakt - Google Translator sei Dank.

    Dabei sollte sich herausstellen, dass von den CNC gefrästen LR-300 Upper Receivern nur zwei für das Finale Produkte in Frage kommen würden und Cap'tain Caverne für sich und sein LR-300 eigentlich auch nur einen Upper Receiver benötigte.

    Der zweite Upper Receiver war sozusagen nur die Versicherung, sollte bei eventuellen Nacharbeiten etwas schiefgehen.

    Wenn jetzt so ein glühender LR-300 Fan wie ich es bin, sein nicht vorhandenes Französisch bedient, dann kann man wohl schon mal schwach werden und sich tatäschlich dazu bereit erklären ein zweites LR-300 anzufertigen.

    Denn genau das tat Cap'tain Caverne auf meine Bitte und zu meinem großen Glück dann auch.

    Über die gesamte nachfolgende Zeit tauschten wir weit über 50 Emails aus und besprachen Details, den Import und was ich eventuell zu diesem Projekt beisteuern könne.

    Die wesentlichen Arbeit am LR-300 lagen dementsprechend vollständig in der Hand von Cap'tain Caverne, während es mir oblag die Details herauszuarbeiten.

    Und weil es sich dabei um wirklich viel Arbeit handelte und vor allem Cap'tain Caverne's Engagement am Ende auch einfach gewürdigt werden will, möchte ich an dieser Stelle etwas mehr ins Detail gehen und euch die Entstehungsgeschichte dieser Airsoft näher bringen.

  • 3. Custom Build LR-300


    3.1 Der Anfang


    Am Anfang steht ja immer die Idee, das Suchen und Sammeln von Informationen, das Planen. Aber wie bereits erwähnt ist es um Informationen rund um das LR-300 äußerst schlecht bestellt.

    Als Anhaltspunkte dienten deswegen nur eine Handvoll Fotos, ein G&G LR-300 und schlecht aufgelöste Blaupausen einer modernen Variante des LR-300.

    Aus all diesen Dingen erstellte Cap'tain Caverne eine Liste sämtlicher benötigten Teile und da die Produktion von sehr spezifischen Teilen von vornherein nicht ausgeschlossen war, fertigte er kurzerhand eine komplette CAD Zeichnung des LR-300 an.

    Von dieser Arbeit sollte besonders der unverwechselbare Upper Receivers profitieren, aber dazu gleich mehr.

    Die Frage der grundlegenden Basis musste natürlich auch geklärt werden, fiel aber mit der Überlegung hinsichtlich der Markings zusammen, denn schließlich musste der Lower Receiver für das nachträgliche Aufbringen der Markings möglichst frei sein.


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    (CAD LR-300)


    Der Grundstein sollte also mit dem Lower Receiver gelegt werden. Und so begann es...



    3.2 Lower Receiver


    Der Lower Receiver ist eigentlich noch das unscheinbarste Teil am LR-300, handelt es sich dabei doch wirklich nur um einen klassischen AR15 Receiver.

    Zwar kann man bei den militärischen Modellen eine Schraube über dem Hammer Pin entdecken - die zusammen mit anderen Teilen eben jenen Modellen Auto Fire ermöglicht - aber ansonsten war es das auch schon.

    Da von Beginn an geplant war dem Build auch alle benötigten Markings zu verpassen, wodurch die Auswahl bezüglich des Systems und somit auch des Herstellers sehr klein ausfielen, schien WE irgendwie die einzige Option zu sein.

    Allerdings überzeugte weder das von WE eigens entwickelte GBB System - es sollte ja möglichst realistisch sein - noch die Qualität.

    Doch genau zur richtigen Zeit kam der Zufall ins Spiel, denn der taiwanesische Händler CWI Airsoft hatte doch tatsächlich blanke und noch völlig unbeschichtete Viper Tech M4 Receiver Sets auf Lager.

    Geschmiedetes 6061 Aluminium, aus den Vollen CNC gefräst, veredelt mit ZM Markings und am Schluss schwarz pulverbeschichtet... ein Traum!


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    Bei den aufgebrachten Markings handelt es sich der Vollständigkeit halber um folgende Schriftzüge:

    Linke Seite: ZM Logo + "Z-M L040873 GAL. 223-5.56MM MOD.LR 300" + "Z-M WEAPONS BERNARDSTON MA U.S.A"

    Rechte Seite: "RESTRICTED LAW ENFORCEMENT GOVT. USE ONLY"


    Da der Lower Receiver nun auch unweigerlich die Qualitätsrichtung vorgab, blieb nichts anderes übrig als alle anderen Plätze ebenfalls mit möglichst hochqualitativen Teilen zu besetzen.

    Im Lower Receivers verrichten deswegen Viper Tech Stahl Trigger Parts und ein Viper Tech GFPA als Firing Pin Block den Dienst.

    Die GFPA wurde zudem überarbeitet, damit ein WA typischer Bolt Catch aus Stahl von G&P verbaut werden konnte, da dieser aufgrund seiner Dimensionen und der Form des "Paddels" weit besser zum Stil des LR-300 passt.

    Der Magazine Catch und die Body Pins stammen ebenfalls von Viper Tech.


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    (Viper Tech Trigger Group Parts und Body Pins)


    Brüder im Geiste, aber auch der einzige Repräsentant seines Herstellers - ein Trigger Guard von Inokatsu.

    Damit der Stock seinen Platz am Lower Receiver einnehmen konnte, wurde ein einschraubbarer Adapter konzipiert und angefertigt, der dann die Aufnahme des eigentlich für die AEG Version gedachten Stocks ermöglicht.

    Als CAD Zeichnung an eine Firma in Auftrag gegeben, beschichtet und wunderbar passgenau, können nun auch die zwei gängigen LR-300 AEG Stocks am Viper Tech Lower Receiver angebracht werden.


    !Die Abzugseinheit wurde dem deutschen Recht entsprechend nachbearbeitet und besitzt KEINE Full Auto-Funktion!


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    (l. Viper Tech GFPA mit G&P Steel Bolt Catch, m. blanker Receiver mit frischen ZM Markings, r. Stock Adapter)



    3.3 UpperReceiver


    Die Auszeichnung für das schönste und aufwendigste Teile geht bei diesem Build auf jeden Fall an den Upper Receiver.

    Der Upper Receiver des LR-300 ist einzigartig und in keinsterweise mit egal welchem Aftermarked Upper Receiver vergleich- oder austauschbar.

    Höher und markanter geformt als die üblichen AR15 Receiver, war dieses Bauteil nicht anders zu behandeln als es in liebevoller Eigenregie nachzudesignen und später anfertigen zu lassen.

    Um die Maße möglichst genau zu treffen und gegebenenfalls korrigieren zu können, wurde der Upper Receiver zunächst als Kunststoffteil aus dem 3D-Druck gelassen.

    Nach mehreren Änderungen und verschiedenen Tests wurde der Upper Receiver schlussendlich zur Fertigung in Auftrag gegeben.

    Kleiner Dämpfer - Das finale Produkt entsprach trotz der vorhandenen CAD-Zeichnung nicht den Erwartungen und wies neben einer asymmetrischen Top Rail einige erhebliche Mängel auf, welche im Nachhinen weder kaschiert, noch ausgebessert werden konnten.

    Also wurde der Auftrag zur Fertigung an eine andere Firma vergeben, die das Endprodukt schließlich auch in gewünschter Qualität liefern konnte.

    Ebenfalls mit ZM Markings veredelt, schwarz pulverbeschichtet, mit einem von G&P stammenden urigen M16 Forward Assist aus Stahl und einem originalen Colt Dust Cover ausgestattet, bildet der Upper Receiver die perfekte Basis

    für das Frontset.


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    (l. Upper Receiver 3D Druck, r. Upper Receiver CNC gefräst)


    Markings:

    Linke Seite: "LR-300"

    Recht Seite: "Z-M WEAPONS


    Man möchte es nicht glauben, aber auch der Charging Handle des LR-300 unterscheidet sich vom typischen AR15 Handle, weswegen dieser ebenfalls extra angefertigt werden musste.

    Zum einen benötigt er eine größere Bohrung für den verlängerte Gas Key, zum anderen ist er ein Stück höher und besitzt keine Führungsnasen, damit er samt Bolt Carrier aus dem Upper Receiver entfernt werden kann.


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    (l. Charging Handle CNC gefräst + Gas Key Plates, r. Bohrung für die Dust Cover Rod)



    3.4 Front Set


    In diesem Bereich hielt zum ersten mal etwas qualitativer Mischmach einzug in das Projekt.

    Während die zwei kreisförmigen Handguard Mounts für die Aufnahme charakteristischen LR-300 Handguard und der Handguard selber von A&K stammen, so sind die Teile des Gas Blocks wiederum von Prime gefertigt.

    Jener Gas Block macht dabei sogar einen erheblichen Unterschied im Build aus, da er im Vergleich zu A&K und G&G nicht nur schöner gefertigt, sonder auch eine ganze Ecke schwerer ist und Gewicht ist immer gut.

    Das macht die Teile aber als solches noch lange nicht nutzbar, und so musste jedes einzelne Bauteil individuelle Änderungen erfahren, denn eigentlich sind so ziemliche alle Dinge in Ihrer Funktion nur angedeutet und als Teil einer AEG auch nicht weiter ausgearbeitet.

    So wurde eine verkürzte Fake Gas Tube in den Gas Block eingesetzt und an einigen Stellen etwas mehr Platz für den verlängerten Gas Key des Bolt Carriers geschaffen.

    Das abnehmbare Top Cover musste vorne und hinten geöffnet und nach Innen überstehende Gewindegänge stark verkürzt werden.


    Die Nacharbeiten an den beiden Handguard Mounts waren gänzlich anderer Natur, aber vor allem ein wichtiger Garant für die Authentizität, denn so nett ein G&G bzw. A&K LR-300 auch anzusehen ist, die Befestigung des Handguard ist eine Katastrophe. Oder anders gesagt: eine Befestigung ist nicht existent.

    Er wackelt, knarzt und kann eigentlich nur durch das Einschrauben der mitgelieferten QD Sling Swivel Mounts (die optisch rein gar nichts mit dem originalen LR-300 Sling Swivels zu tun haben) wirklich am Front Set befestigt werden.

    Am Handguard des original LR-300 hingegen befindet sich in jeder Ecken zum Top Cover hin eine Madenschraube, welche durch den Handguard in die kreisförmigen Handguard Mounts eingeschraubt werden und somit eine sichere Verbindung mit dem Frontset garantieren.

    Das galt es natürlich auch für die GBB Variante umzusetzen.

    Dementsprechend bekamen der Handguard und die Mounts jeweils zwei 2,5mm Bohrungen und ein ein paar Umdrehungen mit dem M3 Gewindeschneider verpasst.

    Anschließend wurden alle Teile von einer Firma professionell entlackt und mit Cerakote beschichtet.


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    (l. Bohrungen zur Hand Guard Fixierung, m. entlackte Front Set Tile + Rear Sight Teile, r. CAD Gas Block mit zusätzlichen Bohrungen)


    Der 11.5 Inch lange Stahl Outerbarrel von Viper Tech beherbergt eine Viper Tech Stahl Hopup-Unit, in der wiederum ein klassischer AEG Innenlauf sitzt.

    Die schwarze Barrel Extension von Amashotop ist ebenfalls aus Stahl.

    Einstellen lässt sich das Hopup per Rad über die sich an der Unterseite des Außenlaufs befindlichen Öffnung, welche sogar durch eine weitere Öffnung im Handguard ohne Umwege zu erreichen ist und das Hopup somit selbst von außen leicht einstallbar macht.

    Das i-Tüpfelchen des Frontseits ist dabei aber mit Sicherheit der originale Yankee Hill Machine (YHM) Phantom Flashhider 28A, der dank passenden Viper Tech 12mm Flashhider Adapter ohne Probleme montiert werden kann.

    Nice to know - Neben dem Phantom Flashhider 28A gibt es noch den Phantom Flashhider 5C2, welcher sich durch einen zusätlichen Gas Port auszeichnet. In Verwendung am original LR-300 war aber ausschließlich der 28A.

    Zusätzlich kann das LR-300 mit einem optionalen Front-RIS ausgestattet werden, welches ebenfalls ein extra angefertigtes CAD Produkt ist und das Anbringen kleinerer, taktischer Accessoires ermöglicht.

    Kaum zu sehen und höchstens zu erahnen - das unscheinbare A&K Front Sight Post Assembly wich einem Viper Tech Front Sight Post Assembly aus Stahl. Gewicht ist halt immer gut. ;)


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    (l. Viper Tech Front Sight Post Assembly, m. Viper Tech 11.5 Steel Outer Barrel + YHM Phantom Flashhider, r. Viper Tech Hopup-Unit in Amashotop Steel Barrel Extention)

  • 3.5 Bolt Carrier


    Beim Bolt Carrier handelt es sich um einen RA-Tech WA Steel Bolt Carrier.

    Auf Viper Tech konnte hier nicht gesetzt werden, da die Aufnahme für den Gas Key am Viper Tech Bolt Carrier einfach zu filigran für den Extended Gas Key des LR-300 gewesen wäre.Eine sichere Verbindung zwischen beiden Teilen ist aber Aufgrund der auftretenden Kräfte ein Muss und der Versuch mit einem Viper Tech Bolt somit sicherlich nur von kurzer Dauer.

    Der markant verlängerte Gas Key ist eine erneute Eigenanfertigung und über zwei Schrauben mit dem Bolt Carrier verbunden.

    Als Recoil Spring dient hierbei eine Feder aus einem Hephaestus Simulated AK Recoil Spring Set, die zwar üblicherweise für GHK AK Modelle gedacht ist, sich natürlich dennoch perfekt für ein sauberes Repetieren des LR-300 Bolt Carriers in Airsoftdimensionen eignet.

    Damit sich der Repetiervorgang nun auch ausschließlich im Upper Receiver abspielen konnte, wurde der RA-Tech Bolt Carrier LR-300 typisch gekürzt und scharfen Kanten säuberlich gefast.

    Der original LR-300 Bolt Carrier besitzt außerdem zusätzliche Exhaust Ports, über die das in den Carrier einströmende Gas bei der Schussabgabe aus dem Bolt entweichen kann.

    Entsprechend wurden diese für eine GBB zwar funktionslosen, aber für den Detailgrad wichtigen zusätzlichen Ports auch auf den RA-Tech Bolt Carrier übertragen.

    Für etwas mehr Realismus wurde der Bolt Carrier anschließend von seinem hellgrauen Lack befreit und anschließent brüniert.

    Das von SAT stammende Aluminium Nozzle ist eigentlich für AR15 Modelle von Inokatsu gedacht, funktioniert durch die Nähe zum WA System aber auch im RA-Tech Bolt Carrier wunderbar.

    Zur saubern Führung des SAT Nozzles im RA-Tech Bolt Carrier ist wiederum ein RA-Tech Steel Nozzle Guide verantwortlich.

    Optisch macht der Bolt Carrier somit einiges her und bringt trotz seiner gekürzten Grundform ordentlich Gewicht auf die Waage.


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    (l. RA-Tech Bolt Carrier gekürzt + SAT Nozzle, r. Bolt Carrier im Upper Receiver)



    3.6 Stock


    In der Welt der echten Feuerwaffen ist es äußerst schwer ein original LR-300 aufzutreiben.

    Viel gesucht aber wenig angeboten und am Ende zu horrenden Preisen gehandelt, sollten sich auch die Ersatz- und Einzelteile nicht weniger rar machen.

    Kleinteile wie der gekürzte Bolt Carrier, die Barrel Nut oder die Recoil Spring lassen sich im Internet zwar finden, aber ein originaler LR-300 Stock bleibt dann doch ein ewiger Wunsch.

    G&G musste es richten und bot neben dem LR-300 Grip zum Glück auch den längenverstellbaren LR-300 Stock als Ersatzteil an.

    Der Stock trägt ZM Markings und wird über den extra angefertigten Adapter mit dem Lower Receiver verschraubt.

    Zum An- und Ausklappen des Stocks muss dieser nach oben gezogen und zur Seite geschwenkt werden.

    Die Längenverstellung wird über den sich an der Unterseite befindlichen schmalen Hebel ermöglicht, der keine zusätzliche Sicherung besitzt.

    Zusammen mit dem Grip bildet der Stock den ersten und besonders auffälligen Schritt hin zur unverwechselbaren Optik des LR-300.

    Ganz ohne Modifikation ging es dann aber doch nicht, denn ein weiteres kleines Detail wollte platziert werden.

    An fünf Montagepunkten erlaubt das LR-300 sogenannte Sling Swivels zu montieren, wovon sich einer dieser Punkte auf der rechten Seite des Stocks befindet.

    Wie bereits im Abschnitt *Frontset* erläutert, entfernten sich G&G und A&K in diesem Bereich vom originale LR-300 und setzten auf einen einschraubbaren Adapter zur Aufnahme der typischen "QD Sling Swivel".

    Nett, aber nicht genug, da Al Zitta auch hier wieder auf Teile von YHM zurückgriff und für den Stock die sogenannte "Swivel Stud" YHM-9469 vorsah.

    Eine Mischung aus normaler YHM-262 Fixed Bipod Stud und einer Adapterplatte.

    Um diese Kombination nun am Stock montieren zu können, musste der bereits vorhandene Gewindegang stark erweitert und natürlich ein neues Gewinde geschnitten werden.

    Und während die YHM-262 Fixed Bipod Stud noch ein M3 Gewinde besitzt, handelt es sich bei der YHM-9469 Swivel Stud um ein 5/16" - 32 UNEF (Unified Fine Thread Series) Gewinde, welches sich nur mit Hilfe des passenden Kernloch-Bohrers und speziellen Gewindeschneiders realisieren ließ.

    Am Ende kostete diese einmalige Bohrung mitsamt Gewinde etwas um die 20€, was jedem Betriebswirt in der Kosten-Nutzen-Analyse wohl die Schamesröte ins Gesicht treiben würde, aber dafür ist das LR-300 nun auch um ein Detail reicher.


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    (l. YHM-9469 Swivel Stud montiert, r. G&P LR-300 Stock mit Markings)



    3.7 Grip


    Der Grip ist wie bereits erwähnt ein LR-300 spezifisches Teil und leider dermaßen spezifisch, dass weder ein originaler LR-300 Grip, noch ein passender GBB Nachbau aufzutreiben ist. Einzig die LR-300 AEG Grips von G&G und A&K sind organisierbar, aber dementsprechend auch nur passend für AEGs, und die weichen ja bekanntlich in ihrer Bemaßung sehr stark vom Original bzw. GBB Grips ab. Umfangreiche Anpassungen sind die logische Schlussfolgerung.

    Also wurde sich für den Grip von G&G entschieden, zumal dieser durch die frühere Lizenzproduktion des AEG LR-300 eventuell sogar noch Markings tragen hätte können, wie es zB. beim G&G LR-300 Stock der Fall war.

    Da G&G den typischen LR-300 Grip aber auch ohne Bezug zum LR-300 und ZM als eigenständiges Produkt führt war dem leider nicht so. Die Markings mussten also nachträglich aufgebracht werden.

    Um ihn nun überhaupt von AEG auf GBB zu konvertieren, wurde der Grip zunächst in der Mitte zersägt und die zwei Halbschalen anschließend gleichmäßig auf die benötigte Breite runtergefeilt. Danach wurden an mehreren Punkten Stahlstifte in die Halbschalen eingebracht, die dem Griff nach der Wiederzusammenführung der beiden Häften die nötige Stabilität zurückgeben sollten.

    Da die Aufnahme für den Receiver durch die AEG Bausweise trotz der Verschmälerung immer noch viel zu weit ausfiel, wurden die komplette Receiveraufnahme aus einem herkömmlichen AR15 GBB Grip ausgeschnitten, bearbeitet und in den AEG Grip eingeklebt.

    Unebene Flächen und unsaubere Kanten wichen am Ende einer Kombination aus Spachtel, Feile und Schleifpapier.

    Zu guter Letzt sollte noch das ZM Logo auf die linke und rechte Seite des Grips aufgebracht werden, allerdings war Al Zitta was den Namen und das Logo seiner Firma anging wohl auch immer ein wenig in Spiellaune.

    Mal wurde das Z und das M zusammengeschrieben (ZM), mal mit einem Minus getrennt (Z-M), mal von einem Dreieck mit relativ spitzen Ecken, mal von einem Dreieck mit runden Ecken umgeben und von Mal zu Mal variierten auch noch die allgemeinen Proportionen der einzelnen Elemente zueinander. Sogenanntes "Corporate Design" geht wahrlich anders.

    Zum Glück gibt es aber den einen oder anderen amerikanischen Waffenliehaber, der sein Glück über den Fund und letztendlich auch Kauf eines echten LR-300 mit der Weltgemeinschaft teilt und ein paar Fotos ins Netz stellt. Detailliert genug, um von diesen Fotos das Logo auf dem Grip zu erkennen und es per Photoshop als Vektorgrafik nachzuzeichnen. Diese diente dann als Vorlage für die eigentliche Gravur.

    Um die bis dahin unübersehbaren Arbeiten am Grip zu verbergen und diesem letzendlich auch den speckigen look des original Grips zu verpassen, wurde er im letzten Arbeitsgang mit Haftgrund beschichtet, mit Acrylfarbe schwarz lackiert und mit einem seidenmatten 2K Klarlack versiegelt.

    So erstrahlt der ehemalige AEG Grip nun nicht nur als GBB Grip, sondern auch als nahezu perfektes Replikat des original LR-300 Grips.


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    (l. Aufgetrennter Grip, m. GBB Receiveraufnahme, r. gravierte ZM Marking )



    3.8 Bedienungsanleitung


    Um das Gesamtbild dieses Builds abzurunden, wurde eine vollständige Bedienungsanleitung in deutscher Sprache verfasst.

    Diese deckt die Themen und Bereiche der technische Daten, Übersicht mit Benennung aller Bauteile, Beschreibung des Funktionsablaufs, Sicherung, Teilladen, Fertigladen, Entladen, Baugruppenzerlegung, Reinigung und Wartung ab, und kann zudem mit einer kompletten Explosionszeichnung von Upper- und Lower Receiver aufwarten.

    Besonders erwähnenswert dürfte dabei die Explosionszeichnung sein, bei der es sich um eine mit GBB Teilen nachträglich modifizierte Originalzeichnung des LR-300 handelt. Liebe zum Detail ist also auch auf dem Papier zu finden.


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  • 4. Import (* = darf hier nicht genannt werden)


    Für den Import wandte ich mich an den *, der mir vor allem als Importeur für Exoten wie die APS CAM 870 und das Socom Gear M107 gut in Erinnerung geblieben ist.

    Ein Eigenimport kam für mich aus zeitlichen und nervlichen Gründen nicht in Frage und für einen guten Service bin ich auch durchaus bereit gutes Geld zu zahlen.

    Auf meine erste Importanfrage bekam ich dann zum Glück auch direkt eine positive Antwort. Der Deal stand und der Inhaber des * Herr Albert kümmerte sich um alles Weitere.

    Die Importgenehmigung war nach wenigen Wochen erteilt und das LR-300 ging samt deutsprachiger Bedienungsanleitung auf die Reise.

    Nach einem kurzen Zwischenstopp beim * verbrachte das LR-300 knappe zwei Wochen beim Beschussamt in München.

    Etwas Bauchschmerzen machte mir der Aufenthalt dort schon, denn immerhin stand noch das Aufbringen der Beschusszeichen aus und wir wissen ja alle wie stark das Sammlerherz blutet, wenn unschöne und viel zu auffällige Importeur- und Beschusszeichen den Gesamteindruck einer Airsoft schmälern!?


    Aus diesem Grund legte mir Herr Albert schon im Vorfeld nahe zwei Stellen am LR-300 zu benennen, die dem Beschussamt als Wunschpositionen für etwaige Beschusszeichen mitgeteilt werden sollten.

    Ob das bei den dortigen Mitarbeitern auch Beachtung fände stand natürlich auf einem anderen Blatt, aber der Versuch sollte es auf jeden Fall Wert sein.

    In der Hoffnung die großflächigen und omnipräsenten Seiten der Receiver würden unangetastet bleiben, entschied ich mich beim Upper Receiver für das hintere Ende der Toprail und beim Lower Receiver

    für die Vorderseite des Magwells.


    Man möge es nicht glauben, aber abgelehnt wurden am Ende beide Stellen. :/

    Versteht mich nicht falsch - Meine Vorschläge wurden beim Beschussamt durchaus zur Kenntnis genommen, nur wurde halt nicht dementsprechend verfahren!

    Um etwaige Rückfragen schien man sich beim Beschussamt auch nicht zu bemühen und so traf das LR-300 nach gut zwei Wochen, zwar ohne jegliche Zwischenmeldung, dafür aber erfolgreich abgenommen und mit Beschusszeichen versehen, beim * ein.

    Aber wo waren die Beschusszeichen nun gelandet, wenn nicht auf Upper und Lower Receiver?


    Herr Albert übersandte mir ein Foto... alle benötigten Zeichen, also das F im Fünfeck, das Ortszeichen München, der Monat und die Jahreszahl im Schild, zierten säuberlich eingestempelt den Outer Barrel.

    Der Ein oder Andere dürfte sich jetzt an die GHK AUG erinnert fühlen, die seinerzeit von Sniper-AS vertrieben wurde und ebenfalls alle Zeichen auf dem Outer Barrel trug.

    Für mich persönlich die perfekte Position, da die Stempelungen dermaßen klein ausgefallen sind, dass sie unauffälliger kaum sein könnten.


    Fehlten nur noch die Importeurmarkings, welche durch den * dann aber meinen Vorgaben entsprechend fein säuberlich auf das hintere Ende der Toprail gelasert wurden. Damit konnte der Importvorgang erfolgreich abgeschlossen werden.


    Ich möchte mich an der Stelle noch mal in aller Öffentlichkeit ganz herzlich bei Herrn Albert für den reibungslosen Import bedanken und kann jedem mit ähnlichen Plänen den Weg über den * nur wärmstens empfehlen.



    5. Ankunft und erster Eindruck


    Solch Vorfreunde empfand ich zuletzt Weihnachten 1997, als ich in hoffungsvoller Erwartung einen Nintendo 64 unter dem Weihnachtsbaum ersehnte.

    Aber während man als Kind ja nicht wirklich mit Vorfreunde umzugehen weiß, lernt man spätestens als Erwachsener die Wartezeit durchaus zu genießen.

    Einiges zu tun gab es in der Zwischenzeit ja auch, denn immerhin wollte die Bedienungsanleitung und der Bericht für das Forum verfasst werden, womit die zu überbrückende Zeit auch noch produktiv genutzt wurde.

    An einem grauen Gründonnerstag war es dann endlich so weit - und natürlich waren weder meine Frau noch ich zu Hause, als der Postbote vor der Haustür stand.

    Die Benachrichtigung kam prompt per Mail - "Ihr Paket liegt in der Filiale 123 zur Abholung bereit", mit dem üblichen Zusatz "Abholung am nächsten Werktag". :(

    So kurz vor dem Ziel lagen meine Nerven dann aber doch ein wenig blank und so betrat ich kurz vor Ladenschluss doch noch die Postfiliale. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

    Und tatäschlich, ein einziges großes Paket wurde nicht zurück in das Zentrallager gefahren und wartete artig auf seinen Besitzer.

    Paket entgegengenommen, breit grinsend nach Hause geflitzt und endlich das große braune Paket geöffnet.

    Cap'tain Caverne sparte nicht mit Zugaben und zusammen mit der Bedienungsanleitung und dem Bericht vom Beschussamt als Kopie bildete der Inhalt ein stimmiges Gesamtbild.


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    Das LR-300 aus der Styroporform genommen, fiel mir sofort das enorme Gewicht auf. Sämtliche Stahl und Metallteile machen das LR-300 in der Summe unheimlich schwer und wertig. Da nur Handguard und Grip aus Kunstoff gefertigt sind, wirkt das LR-300 durchaus ein wenig urig und würde in seiner Robustheit ganz sicher in die postapokalyptische Sovietwelt eines S.T.A.L.K.E.R. passen. Immerhin ist das Design auch schon wieder 20 Jahre alt.

    Upper und Lower-Receiver suchen ihresgleichen, sind toll beschichtet und bewegen sich damit auf dem selben Level diverser Premiumhersteller.

    Den Lower Receiver betreffend hat es sich wirklich ausgezahlt als Basis Viper Tech zu wählen und dort auch auf möglichst viele Viper Tech Teile zurückzugreifen.

    Die Viper Tech Trigger Group fühlt sich, wie sollte es auch anders sein, großartig an und ist weder beim Spannen noch beim Abschlagen auf irgendeine Weise kratzig. Der Selector lässt sich fest, aber absolut spielfrei bewegen und springt sicher und bestimmend in die drei Positionen Safe, Semi und Auto. Überraschend geschmeidig fühlt sich auch das Zurückführen des Bolt Carriers an. Hier sind sämtliche Teile passgenau aufeinander abgestimmt bzw. gefertigt und lassen keinen Raum für Beanstandungen.

    Der Charging Handle wackelt nicht, der Bolt Carrier gleitet spielfrei im Upper Receiver und knallt, einmal freigelassen, mit einem schönen metallischen Sound auf Barrel Extension.


    Später am Abend folgte dann der erste Funktionstest.


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    6. Funktionstest + Bilder


    An den Funktionen hat sich beim LR-300 gegenüber andere AR15 Modellen theoretisch nichts geändert. Das trifft natürlich auch auf die GBB Variante zu.

    Das LR-300 wird weiterhin mit Gas aus einem WA kompatiblen Gasmagazin betrieben, lässt den Bolt Carrier repetieren wie es in jeder anderen GBB auch der Fall ist und verschießt 6mm BBs bei ungefähr 1.40 - 1.55 Joule (0.28g).

    Die Bedienung ist ebenfalls identisch. Nur das Zerlegen ist natürlich ein wenig spezieller, vor allem wenn es darum geht den Bolt Carrier zu entfernen.


    Da die Recoil Spring den Bolt Carrier nämlich nicht an die Barrel Extension drückt sondern zieht, sind beide Teile am verlängerten Gas Key über einen C-Clip gegeneinander gesichert. Um den Bolt Carrier freizubekommen muss nun zuerst das Top Cover entfernt, die Recoil Spring gegen die Federspannung zurückgezogen und ein C-Clip herausgenommen werden. Jetzt kann der Upper-Receiver aufgeklappt und der Bolt Carrier samt Charging Handle nach hinten aus dem Upper-Receiver entnommen werden.


    Das ist zunächst etwas mehr Arbeit als es bei herkömmlichen AR15 Modellen der Fall ist, aber auch unheimlich cool.

    Vielleicht offenbart sich hier aber auch eine Schwachstelle des original LR-300, denn während ein feldmäßig zerlegtes M4 keine Kleinteile besitzt, muss man beim LR-300 stets auf den äußerst kleinen C-Clip und die viel schlankere Recoil Spring achten.


    Das mitgelieferte GHK Magazin mit BBs und Gas befüllt, den Bolt Carrier per Charging Handle in die hinterste Position gebracht und per Bolt Catch gesichert, Selector auf Safe, das Magazin in den Magazinschacht eingeführt und den Bolt Carrier per Bolt Catch wieder "nach Hause" geschickt. Die Zuführung der BBs klappt reibungslos.

    Selector auf Fire gestellt und den Abzug betätigt. Der Rückstoß ist schön knackig und ich denke recht typisch für die letzten großen, an WA angelehnten AR15 GBB Modelle.

    Desweiteren ist es sehr faszinierend die Mechanik im Front Set ohne installiertem Top Cover bei der Schussabgabe zu beobachten.

    Der Bolt Catch greift den Bolt Carrier sicher und beendet damit den kompletten Zyklus.


    Fazit: Das allgemeine Feeling ist wirklich einzigartig. Eine Menge Metall steht wenig Kunststoff gegenüber und gibt einem durch die teils ungewöhnlichen Formen ein unbekanntes und zugleich vertrautes Gefühl.

    Die Idee der Modularität ist beim LR-300 Urvater noch nicht vollständig zum tragen gekommen und so wirkt das LR-300 mit seinem Design und dem außergewöhnlichen Bolt Carrier fast schon wie eine Einzelanfertig vom Hinterhof.

    Die Tatsache, dass es sich um eine GBB handelt die das Original aus technischer Sicht auch noch nahezu perfekt nachahmt, rundet das Gesamtpaket natürlich zusätzlich ab.

    Noch näher kann man dem Original fast nicht mehr kommen und sollte jemals ein Hersteller das LR-300 als GBBR produzieren - es würde sich nur schwer neben Cap'tain Cavernes Schöpfung behaupten können - PERIOD!


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  • 7. Preis? / Ende gut, alles gut


    Zu guter Letzt stellt sich wahrscheinlich der ein oder anderen noch die Frage was der ganze Spaß gekostet haben mag und ehrlich gesagt kann ich es gar nicht genau sagen. Vermutlich ist das aber auch besser so.

    Die durch Cap'tain Caverne aufgebrachten Arbeitsstunden sind dazu natürlich nahezu unbezahlbar.

    Die aufgewandte Zeit spielt beim eigenen Hobby zwar eher eine untergeordnete Rolle, denn schließlich steht der Spaß und das Endergebnis im Vordergrund, aber gerade wenn sich jemand dazu bereit erklärt eine Art Auftragsarbeit zu übernehmen, sollte das auch dementsprechend gewürdigt werden.

    Bei so einem großen Projekt lässt sich die Zeit aber nun leider nur wage schätzen, vor allem da die Fertigstellung mehrere Jahre gedauert hat, und sind wir mal ehrlich, bei einem moderaten deutschen Stundenlohn wären wir wohl schnell bei einigen tausend Euro.

    Und so schafften es nahezu ausschließlich die Materialkosten in die Rechnung, während der Rest unter dem Banner der "deutsch-französischer Freundschaft" verbucht wurde.

    Dabei lassen sich eigentlich nicht mal mehr die Materialkosten genau beziffern, aber zumindest grob überschlagen.

    Daraus resultierend liegt der Preis des reinen LR-300 in der GBB Variante sogar noch über dem Preis des original LR-300 - ohne Beschussamt und ohne Importeur!

    Wer den Preis des original LR-300 von weiter oben nicht mehr im Kopf hat - es waren etwas mehr als 1800 USD.


    Hinzu kommen noch diverse optische Nacharbeiten und Details, die das LR-300 von Cap'tain Caverne in all seiner Pracht sicher an die 2000 USD hiefen werden - also 1800 EUR.


    Natürlich kann man für diesen Preis auf dem kosovarischen Schwarzmarkt das Arsenal aller fünf Rambo Filme kaufen und bekommt Silvester Stallon als Gratisbeigabe noch dazu, wer diesem argumentatorischen Irrtum allerdings nicht erliegt und ein Herz für GGBs + ein wenig Ahnung hat, der wird vielleicht keinen Applaus, aber zumindest ein wohlwollendes Kopfnicken übrig haben.

    Gegen original Markings, CNC gefräste Receiver aus eigener CAD Feder und eine weltweite Auflage von zwei Stück ist halt kein Kraut gewachsen. ;)


    Es bleibt festzustellen, dass Cap'tain Caverne mit viel Engagement, viel Know-how und viel Herzblut seinen - und zu guter Letzt auch meinen - Traum wahr gemacht hat.

    Der S.T.A.L.K.E.R. in mir ist verliebt und ärgert sich absofort höchstens darüber, sein Baby kein einziges Mal auf ein LARP Event mitnehmen zu können, denn dafür ist es nun wahrlich zu schade.


    Ich bedanke mich herzlich für euer Interesse und hoffe die Vorstellung hat dem ein oder anderen gefallen. :)

    Damit geben ich den Thread für Fragen frei.


    PS: Bewegte Bilder werde ich bei Gelegenheit auch anfertigen, aber dafür fehlt mir momentan einfach die Zeit.

  • Wie war das noch mit Genie und Wahnsinn? Geniales Projekt (auch, wenn ich jetzt nicht so der Fanboy von dem Modell bin). :party:

    " I'd rather die on my feet, than live my life on my knees! "


    Ich gebe zu: Ich bin ein Stahlfetischist #Sabber:

  • Wie war das noch mit Genie und Wahnsinn? Geniales Projekt

    Besser kann man es nicht sagen ^^

    Respekt für den Aufwand, das Ergebnis ist wirklich umwerfend gut. Zu der Zeit als es erschien, war ich vom LR300 auch fasziniert und wollte eins. Wenn ich mir das ansehe was ihr da betrieben habt, bin ich nur froh nicht mehr daran zu hängen ^^

  • Tolles Projekt, sehr aufwendigst aufbereitet, Respekt ... sieht auch klasse aus :thumbup:und auch wieder

    etwas einzigartiges.

    Da steht ja einer Serienproduktion nichts mehr im Wege, hast du schon Konbtakt mit einer Fabrik in Taiwan aufgenommen ?

    mit freundlichen Grüssen, Rustee
    :gge: http://www.gasgunempire.de/forum/artikel/userbars/ino_m4sopmod_userbar.png :gge:


    „Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“

    Dalai Lama

  • Geiles Projekt und Glückwunsch zu diesem Unikat :good:

    „Die billigste Art des Stolzes ist hingegen der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte.“ (Arthur Schopenhauer, 1788–1860)


    In Memoriam Bulldoxx ......gone but not forgotten

  • Total geil, Respekt für so viel Verrücktheit, Enthusiasmus und Liebe zum Detail! :thumbup:

    “The airsoft gun is not about power. It should be about enjoyment.” – Tanio Kobayashi, 2003


    ...und kaum einer hatte dabei so viel enjoyment wie Bulldoxx - RiP

  • ... come to me ...


    Jeder Stalker erzählt sich Geschichten über den Wunschgönner, doch keiner hat dieses mystische Objekt je gesehen. Wenn ich mir aber diesen Thread hier anschaue, war Gregory tief im Herzen der Zone.


    Ein wahnsinns Projekt Georg, beide Daumen hoch!