Kurzes "How to get used Steel"

  • Moin,


    der gute alte "Used" Style ist einerseits verhasst, andererseits geliebt.


    Muss halt jeder selber wissen. ;) Für die "usesd Steel" Jünger unter uns, hier ein kurzes How-To.


    Wie gesagt....Steel! ...alles mit FDE usw. ist noch um einiges diffiziler.


    Ich habe jahrelang meine Airsoft Waffen mit allen möglichen Schleifpapierarten, Kratzschwämmen usw. bearbeitet. Voodoo


    Fast alle Ergebnisse dieser Methoden sind nur marginal befriedigend, da das Verhältnis von Originalfarbe zu "gealterten" Kanten viel zu krass ist. :schimpf:


    Bzw. der Kontrast ist zu stark....da kann man nur Tagelang mit 600er und 1000er Papier das jahrelange Altern nachbilden, kommt aber oft nicht zum richtigen Ziel.


    Shootah hat es ja mit seiner 1911er und Browning HP schon sehr gut vorgemacht. Ein Mittelweg aus Schleifen, Beizen und Lackieren. :thumbup:


    Ich gehe mit meiner KJW 1911 MEU noch etwas weiter...quasi "extrem used"...aber, wenn ich mich so im Netz umsehe, sieht eine 10-15 Jahre alte USMC 1911oder eine
    60-70 Jahre alte M1911 A1 halt so aus.


    ...die Brünierung ist nur noch partiell vorhanden, der Stahl leicht angefessen.


    RS Vorbilder:







    Der Weg dahin ist einfach, wenn auch etwas mühsam.


    Zuerst muss an den gewünschten Stellen der serien Lack komplett runter.


    Das geht easy mit diversen Abbeizern...dann mit der Messingbürste den alten Lack leicht runterschrubben.




    Wichtig, wie immer...vor dem weiteren Bearbeiten gut entfetten...Aceton funktioniert dabei recht gut.



    Danach mit Hark Graphit (oder whatever an haltbarem Lack) leicht und aus einiger Entfernung "anlackieren" und einbrennen.



    ...je nach gewünschter Alterungsstufe. Vorsicht, es darf nicht zu Tröpfchenbildung kommen, da der Sprühnebel fein sein muss...
    Also immer auf eine saubere Düse achten und lieber eine volle Sprühdose mit genug Druck verwenden.


    Natürlich könnnen die Kanten wie gehabt noch nachgeschliffen werden.


    Funzt easy...und sieht derbe aus. ;)









    Gruß,
    Gee

  • Moin.


    Es gibt sicher etliche Beiträge mehr wo die Frage hinein passen könnte, was das Auffinden passender Antworten zwar erschwert, aber sei es drum.


    Mir stellt sich gerade die Frage wie es mit dem "neuerdings" Lasern des :F: bestellt ist, wenn man wie z.B. einem Lower eine neue Beschichtung geben will.

    Das :F: muß ja bleiben, aber rein optisch schon, sieht so eine abgeklebte Stelle ziemlich scheiße aus, zumindest wenn man den zuvor bestehenden Farbton nicht wieder wählt.


    Gibt es da womöglich irgendein chemisches Mittel was den eingelaserten Schriftzug mit bestimmten Oberflächenbeschichtungen reagieren läßt, oder reicht da schon eine an der Stelle weniger aufgebrachte Dichte der entsprechenden Beschichtung die man aufzutragen beabsichtigt?

    (Letzteres scheint mir aufgrund der Tiefe von durch Laser eingebrachte Markierungen eher unwahrscheinlich.)

  • Wenn das F tief genug gelasert wurde bleibt es auch nach dem Beschichten oder Nitrieren etc. noch sichtbar, nur etwas schwächer zumindest bei Stahl da dort mit mehr Energie gelasert wird! Bei Alu/Zinkdruckguss ist das immer so eine Sache und oft ein Glückspiel!

  • Danke dir.


    Stahl birgt da also einen Vorteil, leider aber bei den meisten Produkten dann nicht.

    Auf ein Glücksspiel (wie im vorliegenden Fall / Alu) sich einlassen ist da also so eine Sache, insbesondere bei mir der lieber auf Nummer sicher geht.