Auf volle Distanz - der KJW Mk I Carbine

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Einleitung


Es gibt Dinge, die brauchen ein wenig länger. So ungefähr 15 Jahre. So lange ist es her, daß ich den Mk I Karabiner für mich entdeckt hatte. Nur leider gab es ihn nur bei einem einzigen Händler im Odenwald zu kaufen. Der hatte alle möglichen Exoten, aber auch exotische Preise. Und den dreifachen Preis war es mir einfach nicht wert. Nebenbei - noch heute verlangt man da den doppelten Preis. Vermutlich liegen dort deswegen auch noch die Waffen von vor 15 Jahren herum. Zwischenzeitlich tauchte das Ding natürlich auch bei anderen Händlern auf, aber irgendetwas anderes war immer gerade wichtiger. Und sei es nur die Stromrechnung.


Fast forward nach 2020: KJW hat offenbar mal wieder einen Schwung Mk I Pistolen und Karabiner produziert und ein paar davon haben es über ASG sogar zu deutschen Händlern geschafft. Zu angemessenen Preisen. Da konnte ich dann nicht mehr widerstehen. Außerdem ist mir im Lockdown langweilig. Und ich habe schon seit Monaten kein Review mehr gemacht. Und... Egal, bestellt!


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Lieferumfang


Was dann ankommt, ist viel Karton, für sehr wenig Waffe. Zumindest hat die Verpackung der Waffe die Größe von etwa drei Pistolenkartons nebeneinander und verliert sich etwas im Langwaffenkarton. Die Lieferung von Sniper kommt mit ein paar Corona-Zielscheiben als Beigabe. Nix Dolles, aber immerhin auf eine Art Postkarten-Karton gedruckt. Die zerreißen wenigstens nicht beim ersten Treffer. Und für mich ist das ganz praktisch, brauche ich doch eine größere Scheibe für die Schußtests auf größere Entfernung.



Wie immer bei ASG, liegt die Waffe in einer Styroporbox mit ein paar Fächern. Der Karton zeigt eine Abbildung der Waffe und ist mehrsprachig beschriftet. Die Bezeichnung "Tactical Sniper" ist wohl eine Erfindung von ASG. Nicht ganz falsch, aber doch etwas ambitioniert. In der Box finden sich dann die typischen Inhalte: Waffe, Magazin, ca. 100 BBs, ein Inbusschlüssel für das Hop-Up und die Anleitung. Keine Überraschungen hier.


Die Anleitung ist ganz ok und sogar genau für dieses Modell, nicht wie bei KJW eine Anleitung für beide, mit einem zusätzlichen losen Blatt für das Mk1 Carbine. Dafür liegen die Texte nur in Englisch, Französisch und Spanisch vor. Etwas dürftig, wenn Deutschland einer der größten Märkte für ASG ist. Warum nicht gleich Dänisch, Kroatisch und Suaheli? An der Lesbarkeit würde es nichts ändern.

Leider gibt es - wie immer bei ASG - keine Explosionszeichnung in der Anleitung. Aber die der Pistole paßt ja auch zu 98%.


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Details

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Erster Eindruck


Um das mal klar zu sagen: diese Waffe ist nicht so kurz, wie sie auf den Bildern oft erscheint! Sie ist länger als eine MP5A2 (715mm), ziemlich genau wie ein HK G36K (860mm) oder eine HK UMP mit Schalldämpfer (865mm). Dafür hat sie ein wesentlich schmaleres Profil und deutlich weniger Gewicht. Die WE Desert Eagle zum Beispiel ist schwerer! Allerdings wird der Transport trotz der schmalen Linie zum Problem. Die meisten meiner Waffenkoffer, in die MP5, WE PDW oder AKSU auch ausgeklappt noch reinpassen, sind mit 80cm zu kurz. Hier braucht man Koffer oder Taschen mit mindestens 90cm Länge. Ich habe mir jetzt eine passende Angeltasche bestellt.


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Aber von solchen Luxusproblemen abgesehen, handelt es sich um eine ganz solide Waffe, was angesichts des Preises nicht selbstverständlich ist. Die Schulterstütze wackelt nicht, der Vorderschaft knarzt nicht, es klappert kein loses Teil. Sie sieht durch die Modifikationen - kantigere Griffschalen, Picatinny-Rail auf der Oberseite, Schulterstütze mit einem H-Profil - sogar sehr modern aus, obwohl die Grundwaffe aus den 1940er Jahren stammt.


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An den Markings erkennt man, daß es ASG diesmal nicht einfach bei einem neuen Karton belassen hat. Im Gegensatz zur Ur-Version von KJW gibt es hier eigene Logos auf den Griffschalen. Keine große Sache, aber es zeigt, daß ASG schon eine höhere Anzahl Waffen eingekauft haben muss. Sonst würde KJW das so nicht liefern. Ansonsten gibt es keine Überraschungen bei den Markings. Auf der rechten Seite "ASG Cal. 6mm BB" und eine Seriennummer, links dann die Importeurmarkings von Sniper und das :F:. Erwähnen kann man sonst noch die Buchstaben im Fenster der Sicherung, die man aber wirklich nur bei gutem Licht sieht. Ob die Seriennummer individuell ist, war nicht zu ermitteln. Die meisten Händler nutzen die Produktfotos von ASG, auf denen keine Beschriftung zu sehen ist. Die Modelle von KJW haben gar keine Seriennummer.


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Alle Metallteile sind angenehm matt lackiert und relativ unempfindlich. Das Finish wirkt weder billig, noch sieht es nach ein paar Tagen so aus.


Wie bei der originalen Ruger, sitzt auch hier der Magazinhalter unten im Griffstück. Was bei der Pistole noch seinen Charme hat, ist beim Carbine ziemlich unpraktisch. Durch die Schulterstütze kommt man da kaum ran und muß eigentlich immer zwei Hände für den Magazinwechsel frei haben. Das Magzin sitzt auch sehr straff im Schacht und fällt nicht einfach heraus. Die eine Hand macht den Halter auf, die andere zieht das Magazin heraus. Das dauert.

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Technik


Stahl gibt es hier nur in Form von Schrauben und Federn. Aus Zinkdruckguss sind Abzug, Sicherung, Visierschiene, Kimme, Magazinhalter und Magazinkörper gefertigt. Der Lauf besteht aus Aluminium. Die Schulterstütze mit integrierten Griffschalen besteht dagegen aus Glasfaser und ist damit etwas stabiler als reines ABS.


Die Hop-Up-Verstellung ist extrem simpel aufgebaut, hier zeigt sich das Alter dieser Waffe. Hop-Up V1.0... Wie ein gewisser Shop darauf kommt, daß das neu wäre, bleibt sein Geheimnis. Nun ja... Oberfranken - wo Dampfmaschinen das Hi-Tech von morgen sind...

Im Prinzip ist da einfach nur ein Loch oben im Lauf, darauf ein Gummilappen und alles eingefaßt von einer "Chamber" mit einer Madenschraube zum Verstellen. Keine Hebel oder Räder, die Schraube drückt direkt das Gummi nach unten. Ohne Lok-Tite oder ähnliche Sicherungsmaßnahmen kann sich die Schraube auch von selbst verstellen. Eine einfachere Konstruktion ist nicht möglich. Allerdings ist auch die Einstellung extrem fummelig. Besser man läßt es und variiert die Kugelgewichte.


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Die Sicherung wirkt auf den Abzugsmechanismus und blockiert ihn komplett. Wegen der kleinen Schiebesicherung ist der Zustand der Waffe auch nicht gut zu erkennen.


Im Gegensatz zur Pistole ist das Zerlegen des Carbine etwas aufwändiger. Denn zunächst muß man die Griffschalen abschrauben, an denen die Schulterstütze hängt. Erst jetzt kommt man an den Zerlegemechanismus. Ab da stimmt es aber wieder mit der Pistole überein.


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Der Schussablauf ist, wie bei vielen NBBs, etwas ungewohnt. Da es ja keinen zurücklaufenden Verschluss gibt, müssen die BBs anders geladen und der Lauf abgedichtet werden. Hier wird durch den Abzug der Lauf ungefähr einen Zentimeter nach hinten gezogen und ins Magazin gedrückt. Die oberste BB landet so in der HU-Chamber, direkt vor dem Auslassventil. Parallel wird der Hammer gespannt und löst aus, sobald das System abgedichtet ist. Das erklärt auch den etwas höheren Kraftaufwand für den Schuss, da sowohl der Hammer als auch der Lauf gegen eine Feder gespannt werden müssen.


Schusstest


Erste Bürgerpflicht: Maske auf! Zweite Bürgerpflicht: Lauf putzen! Mein Putzstock wird bis zum Anschlag ausgenutzt, der Lauf ist also ziemlich lang. Dafür is er nicht so dreckig wie so manche kurze Pistole. Trotzdem macht sich die Reinigung auch hier bemerkbar. Der Unterschied in der Präzision ist meßbar!


Erstaunlich sind die verschiedenen Aussagen zum Abzugsverhalten der Mk I, die man so im Internet findet. Vor der Einführung der GGB-Rifles von WE wurde die Mk I teilweise als "sehr realistisch" eingestuft. Heute wohl eher nicht mehr... Trotzdem hat sie für eine NBB ein relativ ordentliches Abzugsverhalten. Ein langer Weg, aber nicht kratzend oder schwergängig. Ein klarer Druckpunkt. Mit weniger als 4000g Abzugsgewicht schlägt sie so manche GBB im Double-Action.

Prinzipbedingt ist es möglich, zwei BBs nacheinander zu laden (Double Feed), wenn man den Finger vom Druckpunkt wieder zurücknimmt und noch einmal durchdrückt. Das sollte man immer bedenken.


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Distanz 6 Meter


Da, wie bei allen NBBs, die Kugeln nur sehr locker im Magazin gehalten werden, sollte man den Follower nach dem Befüllen nicht zurückschnappen lassen. Es sei denn, man steht auf Kugelregen. *Für Euch ausprobiert, ein kostenloser Service des GGE!*


Es gibt keinen Bolt-Stop oder eine andere Funktion, um den Abzug zu blockieren, wenn das Magazin leer ist. Also muss man mitzählen oder es macht irgendwann "pfffft".


Die Bedienung der Waffe mit Handschuhen ist eine Qual, denn die Bedienelemente - ALLE Bedienelemente - sind nicht dafür ausgelegt. Besonders der Magazinwechsel ist nur langsam und mit beiden Händen möglich.


Kimme und Korn sind ok, für mich ist aber der Kimmenausschnitt zu breit. Das macht das Zielen mehr zum Glücksspiel. Dafür ist die Kimme in zwei Dimensionen einstellbar.


Diese Waffe ist extrem leise! Wahrscheinlich die leiseste NBB, die ich je in den Händen hatte. Es gibt praktisch kein Schussgeräusch. Ohne BBs gibt die Waffe zwar ein deutliches Schnauben von sich, aber selbst das klingt "unauffällig". Mehr als ein "Gesundheit!" wird man da vom Nachbarn nicht hören.


Mit reinem Propan und 0,25er BBs komme ich auf etwa 2,25 Joule. Das ist fast schon wieder ein spieltauglicher Wert für weite Entfernungen. Für die meisten Felder gilt allerdings ein Limit von 1,5 Joule, was man hier nur mit Tricks erreicht. Mehr dazu beim Tuning.


Die Stärke ändert sich auch mit anderen Kugelgewichten nicht wesentlich. Immerhin, man kann hier wirklich die Kugelgewichte passend zum Hop-Up aussuchen. Die Waffe schießt konstant genug, um dann auch zuverlässig zu treffen.


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Ein Versuch mit HFC144a brachte folgende Werte


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Schwächeres Gas bringt also die Leistung merklich herunter, aber noch nicht ganz auf spielfeldtaugliche Werte.


Wem "2 Joule" jetzt nicht viel sagt: Durch den Boden einer Getränkedose kann man locker durchschießen, direkt am Rand klappt es nicht mehr. Mit 2,5 Joule geht es dann auch da noch durch.


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Mit 0,25er BBs und Greengas


Was die Präzision angeht, ist die Mk I ganz in Ordnung, aber nicht überragend. Auf 12 Meter lagen noch alle Treffer in einem Oval von 5x10cm. Bis 15 Meter würde man also noch eine Person sicher treffen. Ich hatte auch den Eindruck, daß es stark auf die Kugelsorte ankommt, wie eng die Treffer liegen. Das Gas hat weniger Einfluß, wobei ich mit normalem Greengas noch die konstanteste Leistung hatte. Die besten Ergebnisse hatte ich jedenfalls mit 0,25er BBs von JBU.


Eine Gasfüllung reicht auf jeden Fall für drei mal 17 BBs, zumindest bei meinen Versuchen.


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Distanz 12 Meter, Ziel hat A4-Format


Tuning


Das Angebot an Aftermarket-Teilen ist bei der Mk-Serie leider sehr übersichtlich. Der Silencer-Adapter ist toll für die Optik. Er macht nur technisch keinen Sinn, denn leiser wird's nicht mehr. Am lautesten ist ohnehin der Knall, wenn es die Kugel im Ziel zerlegt. Oder das "IIAAUUUU" bei Weichzielen.


Dann gibt es noch eine HU-Chamber aus Stahl... Wenn die besser abdichtet, könnte das sinnvoll sein. Stahl ist aber eigentlich überflüssig, denn es gibt hier kaum mechanische Belastung. Aluminium hätte es vermutlich auch getan. Und tatsächlich gibt es eine solche Chamber bei Evike.


Noch besser wäre allerdings eine Chamber mit einer Hebelfunktion, mit der sich das HU exakter einstellen läßt und das auch bei längerer Nutzung ohne Hilfsmittel seine Einstellung behält.


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So richtig Sinn ergibt diese Waffe erst mit einem Scope. Dankenswerter Weise wurde die 11mm-Prismenschiene der früheren Ausführung inzwischen durch ein Picatinny-Rail ersetzt. Damit passen dann alle gängigen Zielfernrohre für Airsofts. Da es keinen Recoil gibt, hat man wirklich die freie Auswahl. Oder fast, denn die Schiene ist mit 9cm sehr kurz ausgefallen (72mm von vorderstem zu hinterstem Ausschnitt). Mein C-More-Klon paßt nicht, mein Billig-Scope hat dagegen den nötigen Spielraum.


Ansonsten gibt es natürlich noch Umbaumöglichkeiten:

https://arniesairsoft.co.uk/fo…uger-mk1-nbb-pistol-mods/

KJW Ruger MK1 Karabiner-Umbau

An der Lackierung kann man arbeiten, wie zum Beispiel ein silberner Verschluß. Was bei dieser Waffe allerdings kaum den Realismus erhöht.


Auch eine schwächere Hammerfeder ist möglich, allerdings ist das rechtlich so eine Geschichte...


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Fazit


Das KJW Mk I Carbine ist mal wieder so ein Beispiel dafür, was bei Airsoft noch alles möglich ist. Statt dem 987.453sten M4 mit NOCH einem taktischeren Rail als JEMALS ZUVOR, oder einer obskuren Sammlerwaffe mit eingeschränkter Schussfunktion, gibt es eben auch diese: Fun-Waffen. Und das hier ist ganz klar so eine. Auch ich sehe Airsoftwaffen, die keinem realen Vorbild folgen, immer etwas kritisch. Aber wenn es so konsequent gemacht wird wie hier, ist es für mich kein Problem. Dies ist kein Versuch, irgendwelche Baumuster oder Lizenzen zu umgehen. Was hier gemacht wurde, ist eine Idee einfach mal weiterzuspinnen. Und am Ende ein Spielzeug für Erwachsene zu erhalten.


Ja, man kann mit der Mk I auch spielen. Schwächeres Gas oder eine schwächere Hammerfeder machen den Einsatz auf den meisten Spielfeldern möglich. Die Präzision ab Werk ist dafür ausreichend, Verbesserungen sind möglich, aber aufwändig. Hätte ich früher regelmäßig gespielt, hätte ich mir die Mk I auf 1,3 Joule reduziert und als Waffe für mittlere Entfernungen verwendet. Ein Mk I kann man ohne weiteres als "Backup" auf dem Rücken transportieren, liegt das Gewicht doch im Bereich einer schweren Pistole. Perfekt, um Gegner in einem langen Flur in der Deckung zu halten. Denn alles, was sie hören, ist ihr eigenes Geschrei, wenn sie getroffen werden...


Das wahre Herz der Mk-Serie ist aber Plinking. Dosen lochen, Scheiben umschießen, alte CDs vernichten... Der Spaß kennt keine Grenzen! Und das ist auch ok, es muß nicht immer erzwungen "tacticool" sein. Schon gar nicht zu diesem Preis! Denn das muß man wirklich sagen - für DEN Preis, bekommt man anderswo einfach weniger. Ich habe aktuell immer wieder Spaß daran, das Mk I in die Hand zu nehmen und Zielscheiben in meinem Arbeitszimmer zu durchlöchern. Das geht auch noch Nachts nach 23:00 Uhr. Denn hören kann man nur den Einschlag der Kugel.



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Hintergrund


Was wir hier haben, ist ein Pistolenkarabiner auf Basis der KJW Mk I, ein unlizensierter Nachbau der Ruger Standard. Die KJW ist sogar eigentlich ein Nachbau einer Ruger Mk I von Marushin. Viele Teile sind daher auch austauschbar.

Ja, auch KJW hat mal mit Kopien angefangen. Vor langer Zeit.

Die Waffe basiert nicht auf einem realen Vorbild, sondern auf einem "was wäre, wenn". Denn Pistolenkarabiner wie diesen gab es zum Beispiel auf Basis der Luger P08. Die übrigens nicht ganz zufällig eines der optischen Vorbilder für die Ruger Standard ist. Die Schulterstütze erinnert mit ihrer drahtigen Form mehr an eine STEN oder den Nachbau, das "Gerät Neumünster".


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Der Ruger Standard ist eigentlich als Sport- und Plinkingwaffe im günstigen Kaliber .22LR 1949 auf den Markt gebracht worden. Technisch ist er eine verkleinerte Variante der japanischen Nambu Type 14 Armeepistole. Und da schließt sich der Kreis. Wir haben einen taiwanesischen Nachbau einer japanischen Airsoft, die eine amerikanische Waffe nachstellt, die ein technischer Klon einer japanischen Waffe ist. Alles verstanden?!?


Natürlich handelt es sich um eine Single-Action-Only-Waffe, wie es damals für Armee-, aber auch Sportwaffen typisch war. Der Nachbau als NBB erfordert es technisch, hier einen Double-Action-Abzug zu verwenden.


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Über die Jahre wurden verschiedene Modellvarianten entwickelt, die über die "Mk I" bis "Mk IV" hinaus noch weitere Unterteilungen ermöglichen. Dazu gehören auch solche Modelle mit integriertem Schalldämpfer, wie die KJW es darstellt. Wie zu erwarten, wurden diese Waffen dann auch in Filmen als typische Agenten- oder Attentäterpistolen verwendet, am prominentesten vielleicht in "Assassins" mit Sylvester Stallone und Antonio Banderas.


In seiner vierten Iteration ist der Ruger Standard auch heute noch erhältlich und erfreut sich großer Beliebtheit als relativ günstige Sportwaffe.